Kino

Gut zu Vögeln

Ob des kalauernden Film-Titels stand Schlimmes zu befürchten. Doch „Gut zu Vögeln“ ist eine teils recht charmante, flott inszenierte, nur hie und da zu viel auf US-Vorbilder schielende und weniger platte Komödie als erwartet.

Merlin (Anja Knauer) und Jacob (Max von Thun)Foto: Constantin Filmverleih
Merlin (Anja Knauer) und Jacob (Max von Thun)
Foto: Constantin Filmverleih

 

Die Gesellschaftsreporterin Merlin (Anja Knauer) ist überglücklich, darf sie doch bald ihren Traummann, einen coolen Filmproduzenten, ehelichen. Dass sich dieser dann doch anders entscheidet, wirft die Mittdreißigerin völlig aus der Bahn. Sie landet in der WG, aus der ihr Bruder gerade ausgezogen ist und hat nun zwei männliche Mitbewohner: einen schwulen Türken und einen in der Pubertät hängengebliebenen, wenn auch attraktiven Barmann (Max von Thun). Der macht sich daran, für die Beinahe-Ehefrau einen One Night Stand zu organisieren.

Es gibt eine Pupsszene, die sehr nach „Brautalarm“ müffelt, mehrere „Hangover“-Momente, auch Judd Apatows „Dating Queen“ scheint Regisseurin Mira Thiel ein Begriff zu sein. Dafür gibt es auch manch originelle Idee, so eine Geburtsszene auf einer mallorquinischen Tanzfläche. Zudem wartet die Berlin-Komödie mit einigen Überraschungen auf, darunter ein skurriler Gast-Auftritt von Nora Tschirner.

D 2016, 92 Min., R: Mira Thiel, D: Max von Thun, Anja Knauer, Max Giermann