Kino

Heilstätten

Die Heilstätten: ein düsterer Ort, willkommener Schauplatz für die Selbstdarstellung einiger YouTuber, die hier eine „24-Stunden-Challenge“ austragen wollen. Ausgerüstet mit Nachtsicht- und Wärmekameras stellen sie sich der Herausforderung, ihre Furchtlosigkeit für ihre Follower in Szene zu setzen und eventuellen paranormalen Erscheinungen standzuhalten. Aber da es sich hier um einen Horrorfilm handelt, lässt der reale Schrecken nicht lange auf sich warten.

Heilstätten
Foto: Twentieth Century Fox

Präsentiert wird das Ganze in der Erzählform des Found Footage wie einst bei „The Blair Witch Project“. Diese Filme sind ­billig herzustellen, man braucht nur ein unheimliches Gebäude, eine Handvoll mäßig talentierter Darsteller, wenig Licht – und eine Wackelkamera. „Heilstätten“ ist zwar eine Low-Budget-Produktion, wird aber von einem ­US-Major ins Kino gebracht. Seinen vorherigen Film, die Splatterkomödie „Kartoffelsalat“, ­brachte Regisseur Michael David Pate noch im ­Eigenverleih heraus.

Dies ist ein akzeptabler Gruselfilm, ­dessen großes Plus Hauptdarsteller Tim Oliver Schultz ist. Der hat sein Talent schon in Jugendfilmen („Systemfehler – Wenn Inge tanzt“) und in der TV-Serie „Club der ­roten Bänder“ unter Beweis gestellt und agiert hier mit zurückhaltender Souveränität. Bei der zur Schau gestellter Hysterie einiger anderer Darsteller aber hofft man ­geradezu, sie würden bald hingemetzelt werden. 

D 2018, 98 Min, R: Michael David Pate, D: Tim Oliver Schultz, Sonja Gerhardt

https://www.zitty.de/event/horror/heilstaetten/