Räuberpistole

Hell Or High Water

Ein Schotte brilliert mit einem hinterhältigen Neo-Western mit Chris Pine und Jeff Bridges

ZITTY-Bewertung 6/6

ZITTY-Bewertung 6/6

Texas Ranger Marcus Hamilton freut sich sichtlich über die Banküberfälle in -seinem Bezirk. Damit lässt sich die Zeit bis zur Pensionierung sinnvoll füllen. Der Gesetzeshüter nimmt gemächlich, aber mit bauernschlauer Logik und seinem Deputy Alberto die Fährte auf. Toby und Tanner Howard rauben die Banken aus. Gemeinsam wollen sie die elterliche Farm vor der Zwangsvollstreckung retten, in die sie die Midland Bank mit fiesen Methoden treibt. Warum also die Bank nicht mit ihrem eigenen Geld bezahlen?

Hell or High WaterFoto: Paramount Lorey Sebastian

Hell or High Water
Foto: Paramount Lorey Sebastian

Dem schottischen (!) Regisseur David -Mackenzie („Perfect Sense“) ist ein staubtrockener Neo-Western gelungen, ein sich mit trügerischer Trägheit zuspitzendes Drama mit gleich zwei sehr unterschiedlichen Showdowns. Neben den grandiosen Hauptdarstellern glänzen viele Nebenfiguren und entfalten das gallige Bild einer verlorenen, waffenstarrenden und im guten wie im schlechten Sinne mit altmodischen Werten bestückten Gesellschaft. Die Bilder zeigen die deutlichen Spuren einer vergewaltigten Landschaft, der Soundtrack sitzt passgenau.

Gelegentlich lassen die lakonischen und angenehm un-pc-haften Dialoge sowie die kauzigen Charaktere an das Coen-Meisterwerk „No Country For Old Men“ denken, aber Mackenzies hinterhältiger Film hat mit seinen eingestreuten Kommentaren zur gesellschaftlichen Realität selbst das Zeug zum Klassiker.

USA 2016, 102 Min., R: David Mackenzie, D: Chris Pine, Jeff Bridges, Ben Foster

Hell or High Water

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