Soziale Folgen der Corona-Isolation

Hilfen bei häuslicher Gewalt

Während die Kriminalität seit Beginn der Corona-Krise zurückgegangen ist, nehmen die Fälle häuslicher Gewalt zu.

Mit den Einschränkungen zur Abwehr der Corona-Pandemie wurden im März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als fünf Prozent weniger Straftaten festgestellt. Es gab weniger Trickbetrug, Diebstähle und Gewalttaten und Einbrüche in Geschäfte (minus 23,3 Prozent).

Zugenommen hat aber die Kriminalität im Bereich häuslicher Gewalt – um mehr als zehn Prozent. Folge der sozialen Islation, die besonders für viele Frauen zum Problem werden kann. Der Senat hat deshalb bereits die Zufluchtsschutzplätze um 130 auf nun insgesamt 763 Schutzplätz erhöht.

Wo jemand im Krisenfall Hilfe bekommen kann, kann unter dieser Adresse des Berliner Senats abgerufen werden: https://www.berlin.de/lb/psychiatrie/hilfe-in-krisen/

Hilfe gibt u.a. auch die „Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen“ unter der Hotline 611 03 00 (telefonische Beratung täglich von 8.00 bis 23.00 Uhr). Wer nicht am Telefon sprechen kann oder will, kann auch eine E-Mail an beratung@big-hotline.de schreiben.

Die Corona-Krise ist für Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, ein noch größeres Problem als für viele andere – Foto: Symbolbild, imago images / MiS