Dokumentarfilm

Hope for All: ­Unsere Nahrung – unsere Hoffnung

 Das Thema Tierethik hat es endlich ins Zentrum der Aufmerksamkeit geschafft: Mehr denn je stellen die Menschen sich Fragen, weiter denn je ist Veganismus vom Ruf des spinnerten Lifestyletrends entfernt.

ZITTY-Bewertung: 3/5
ZITTY-Bewertung: 3/5

Ist es zu rechtfertigen, dass wir mit der Nutztierindustrie die schlimmste Tierquälerei seit Menschengedenken betreiben? Können wir es uns leisten, eine der größten Ursachen des Klimawandels, die Nutztierhaltung, voranzutreiben?

Schon Filme wie „Earthlings“ (2005) oder der großartige „Cowspiracy“ (2014) haben dieses Thema beleuchtet. „Hope for All“ ist ein weiterer wichtiger Beitrag in der Reihe, fällt aber durch seine Machart zurück. Der Mix aus Bebilderung und pene­trantem Soundtrack ist teilweise so reißerisch geraten, dass es oft unfreiwillig komisch wirkt. Wenn Protagonist um Protagonist erläutert, wie sein Krebs nur durch die Ernährungsumstellung verschwand, ganz ohne Schulmedizin, dann fragt man sich, ob diese heilsbringenden Prophezeiungen angemessen sind. Es geht hier doch mal nicht um die Befindlichkeiten des Menschen, sondern darum, welchen Beitrag wir leisten können, bevor uns alles um die Ohren fliegt.

Hope for All.– So sieht die Nutztierindustrie aus

Die Verhaltensforscherin Jane Goodall sagt: „Meine wichtigste Botschaft an alle ist: Sie können etwas bewirken. Jeder einzelne von ihnen.“ Zumindest diese Message bringt der Film glaubwürdig rüber. 

A 2016, 105 Min., R: Nina Messinger
„Hope for All“ im Kino