AMERICANA

Hurray For The Riff Raff

Tex-Mex flirtet mit fettigem Blues. Alynda Segarra ist geradezu prädestiniert als Protestsängerin für die kommenden Zeiten: Die Tochter einer aus Puerto Rico stammenden New Yorker Lokalpolitikerin haute mit 17 von Zuhause ab, lernte auf der Straße das (zumal für Frauen) harte Leben der Abgehängten und Hoffnungslosen kennen und fand schließlich in der Musikszene von New Orleans eine neue Wahlheimat.
Seit zehn Jahren betreibt sie, mal allein, mal mit mehreren Mitstreitern, ihr Bandprojekt Hurray For The Riff Raff, dessen siebte
Platte gerade erschienen ist. Auf „The Navigator“, einem Konzeptalbum um hochaktuelle Themen wie Gentrifizierung und die systematischen Verdrängung Schwächerer und „Illegaler“, spielen die Hurrays einen Schmelztiegelsound, wie er in dieser Selbstverständlichkeit wohl nur in der größten Einwanderernation der Erde entstehen kann: Fettiger Delta-Blues flirtet mit staubtrockener Southern- Gothic-Americana, knochenklappernder Tex-Mex-Folk geht mit neonfahlem Postpunk ins Bett.
Dazu singt Alynda Segarra mit schwelender Glut und einer Stimme zwischen PJ Harvey, Lana Del Rey und dem alten Gun-Club-Leguan Jeffrey Lee Pierce tolle Stücke wie „Hungry Ghost“, „Rican Beach“ oder „Pa’lante“, die vielleicht nicht nur in einer besseren, sondern sogar in diesem Jammertal von einer Welt Hits werden könnten.

Dazu singt Alynda Segarra mit schwelender Glut und einer Stimme zwischen PJ Harvey, Lana Del Rey und dem alten Gun-Club-Leguan Jeffrey Lee Pierce tolle Stücke wie „Hungry Ghost“, „Rican Beach“ oder „Pa’lante“, die vielleicht nicht nur in einer besseren, sondern sogar in diesem Jammertal von einer Welt Hits werden könnten.

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