Der Test

In der Frauenshishabar

Wie ist die Stimmung?

Einzigartig. Die Abwesenheit von Penissen macht sich deutlich bemerkbar in der Lady Hookah Shisha Bar. Manche Frauen ziehen ihr Kopftuch aus, viele fläzen sich in Jogginghosen auf die gemütlichen roten Chintzsessel. Das Licht ist angenehm warm, und die obligatorischen weißen Loungemöbel gibt es hier angenehmerweise nicht. Genauso wenig wie Männer mit Testosteronüberschuss, die breitbeinig auf dem Sofa sitzen und vorbeilaufende Frauen mit ihren Blicken ausziehen. „Sonst sind Shisha-Bars wie ein Laufsteg“, sagt eine Besucherin. „Aber keiner, auf dem du gerne bist.“

Wie sind die Gespräche?

Ungeschminkt wie die Sprechenden. Bei Lady-Hookah muss frau ihre Stimme nicht dämpfen, weil die Männer am Nachbartisch vom Bericht über die Beschaffenheit ihrer letzten Menstruation angeekelt sein könnten. Gleichzeitig fehlen jegliche Konkurrenzgedanken. „Hier komme ich viel leichter mit anderen ins Gespräch“, sagt eine andere Besucherin.

Wie bekommt das der Lunge?

Schlecht. Noch schlechter als bei Zigaretten. Eine Shisha-Sitzung entspricht laut der Weltgesundheitsorganisation etwa dem Rauchvolumen von 100 Zigaretten. Zudem nehmen wegen des Shisha-Rauchens lebensgefährliche Kohlenmonoxid-Vergiftungen zu, denn die Besitzer der Läden verbrennen in den geschlossenen Räumen oft rund um die Uhr Wasserpfeifenkohle. Erste Anzeichen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Das Tückische daran: Die meisten denken, diese Beschwerden kämen vom Tabak.

Urbanstr. 50, Kreuzberg, Montags Kinoabend mit Popcorn, donnerstags Karaoke. instagram/ladyhookah.berlin / facebook.com/ladyhookah