Blockbuster-Sequel

Independence Day – Wiederkehr

Auf ein Neues gegen die Aliens mit einem Dauerbombardement

ZITTY-Bewertung: 2/6
ZITTY-Bewertung: 2/6

Als Roland Emmerich 1996 in „Independence Day“ die Menschheit in den Krieg mit angriffslustigen Aliens schickte, verschlug es einem angesichts der grandiosen Spezialeffekte noch den Atem: diese Feuerwalzen, die sich durch die Straßenschluchten großer Metropolen fraßen und diese mächtigen Explosionen, die alles in Schutt und Asche legten. Obwohl die Sci-Fi-Zerstörungsarie damals der erfolgreichste Film des Jahres war, hat es trotz Hollywoods Sequelwahn nun doch 20 Jahre gedauert, bis der schwäbische Spezialist für globale Filmkatastrophenszenarien eine Fortsetzung realisiert hat.

Foto: 20th Century Fox

Auch die Handlung von „Independence Day: Wiederkehr“ setzt zwei Jahrzehnte nach der damaligen Attacke ein: Wieder rauschen garstige Außerirdische in noch mächtigeren Raumschiffen an, um den Erdenbewohnern den Garaus zu machen. Um die entscheidenden Schlachten zu schlagen, verbünden sich gealterte Helden des ersten Teils (unter ihnen Bill Pullman und Jeff Goldblum) mit jüngeren Hollywood-Gesichtern wie Liam Hemsworth. Immerhin geht Emmerich auch diesmal nicht allzu ernst an die Zerstörung und Rettung der Welt. Doch der mehr oder wenige freiwillige Humor und die Lächerlichkeiten, die der Film bisweilen hervorstellt, gehen in viel Lärm und noch mehr Spezialeffekten eines furchtbar beliebigen Dauerbombardements unter. Staunen wie einst kann man darüber diesmal nicht mehr. Stattdessen fühlt man sich nach zwei Stunden mäßig unterhaltsamer und ziemlich einfallsloser Weltzerlegung vor allem überfüttert und gerädert. Sascha Rettig

“Independence Day: Resurgence”, USA 2016, 120 Min., R: Roland Emmerich, D: Jeff Goldblum, Bill Pullman, Liam Hemsworth, Kinostart: 14.7.

„Independence Day – Wiederkehr“ im Kino