Kino

Intrigo: Samaria & Intrigo: In Liebe, Agnes

Nun also die Teile 2 und 3 der „Intrigo“-Trilogie nach Kurzgeschichten des schwedischen Krimistars Håkan Nesser. Schon mit Teil 1, „Intrigo – Tod eines Autors“, hat sich Thriller-Spezialist Daniel Alfredson 2018 nicht mit Ruhm bekleckert. Die Erwartungen hinsichtlich des zweiten und dritten Streiches waren also eher verhalten – und werden mit den beiden jetzt zeitgleich startenden Krimiplotten noch unterlaufen.

Intrigo: In Liebe Agnes
Foto: 20th Century Fox

In „Samaria“ will eine junge Filmemacherin das Verschwinden einer früheren Klassenkameradin aufdecken, es geht um häusliche Gewalt und verbotene Liebe, wohingegen Henny und Agnes, die Freundinnen in „In Liebe, Agnes“ den perfekten Mord an Hennys Ehemann planen. Alfredsons Filme zeichnen sich durch einen eigenartigen Mangel an Suspense aus. Was an der trägen Inszenierung, aber auch den blassen Rollen liegen mag.

Intrigo: Samaria
Foto: 20thb Century Fox

Dazu diese merkwürdige Nichtverortung in Zeit und Raum: Dem Nesserschen fiktiven Maardam – irgendwo in Benelux – wird ein undefinierbares Hinterland mit Gebirge entgegengestellt. Das Irgendwo im Nirgendwo könnte Methode haben, würde daraus irgendein filmischer Mehrwert gezogen. So aber ergänzt diese Vagheit die bereits gefühlte Wurschtigkeit, mit der über Leben und Tod, Liebe und Eifersucht, Lug und Trug verhandelt wird.

„Intrigo – Samaria“ + „Intrigo – Dear Agnes“, S/D, 2018, 104 / 99 Min., R: Daniel Alfredson, D: Phoebe Fox, Jeff Fahey; Carla Juri, Gemma Chan, Start: 10.10.

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