Porträtfilm

Itzhak

Einblicke in die Welt des berühmten Geigenvirtuosen

Foto: Arsenal Filmverleih

Der 1945 in Tel Aviv geborene Itzhak Perlman ist einer der bedeutendsten Violinisten der Welt. Er unterrichtet junge Talente und liebt neben der Musik auch Baseball und Essen. Alison Chernick hat Perlman in seinem Alltag aus Konzerten, Proben, Unterricht und Preisen begleitet.
Das unkommentierte Porträt ist allerdings kein Cinéma Vérité: Die Gesprächssituationen – mit seiner Frau Toby, Musikern und dem Schauspieler Alan Alda – sind ­arrangiert; sie bewegen sich inhaltlich entlang seiner Biografie oder berühren ihm wichtige Themen. Wie seine Gehbehinderung, die auf eine Polioerkrankung in der Kindheit zurückgeht. Oder jüdische ­Traditionen, die in der Familie gelebt werden.

Dass der Geiger und seine Frau in ihrem Perlman Music Center nicht den ­harten Wettbewerb junger Musiker ­fördern, sondern darauf eingehen, dass jedes ­Talent sich die musikalischen Welten unterschiedlich erschließt, ist das genaue Gegen­teil von dem, was Perlman in seiner Jugend selbst widerfahren ist. „So etwas wie den besten Schüler gibt es nicht“, sagt der Virtuose. Am Ende komme es nicht darauf an, dass man möglichst ­viele Töne möglichst schnell spielen kann. Viel wichtiger seien Klangfarbe und Ausdruck der Musik. Was am Ende den Unterschied zwischen einem guten und einem brillanten, die Menschen wahrhaft anrührenden Musiker ausmacht, vermag aber auch Perlman nicht zu erklären.

„Itzhak Perlmann“, ISR/USA 2017, 82 Min., R: Alison Chernick, Start: 9.8.

Itzhak Perlman