Alternative-Country

Josh Ritter

Zum Valentinstag noch nichts vor? Jetzt schon, Josh Ritter kommt in den Grünen Salon, im Gepäck sein achtes Album „Sermon On The Rocks“. Spätestens mit dem hat sich der bis dahin vor allem in Irland populäre Sohn zweier Neurologieprofessoren aus Idaho in die Herzen der weltweiten Americana-Gemeinde gespielt – und gleichzeitig in die der Kritiker, die seine lyrisch anspruchsvollen Texte schon mal mit denen von Nick Drake vergleichen. Ritterschlag!

Musikalisch hüllt er sie in vorwärtstreibenden Dire-Straits-Rock („Getting Ready to Get Down“), der selbst bei den Pianoballaden durchscheint („Homecoming“), doch trotz allerlei Spooky-Sounds immer beste Laune verbreitet („Where the Night Goes“).

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Im Mittelpunkt aber steht Ritter als Erzähler in der Tradition von Singer-Songwriter-Heroen wie Johnny Cash, Bob Dylan und Leonard Cohen, der durch wohltuende Zurückgenommenheit seiner Person vor allem die Songs glänzen lässt. Kein Wunder, dass sogar Folk-Veteranin Joan Baez nicht widerstehen konnte, einen von ihnen zu covern! Seine lyrische Vorliebe lebt Josh Ritter auch als Autor aus. Gleich mit seinem 2011er Erzähldebüt „Bright’s Passage“ hat er einen Bestseller gelandet, zu dessen Fans auch Horror-König Stephen King gehört.

Hier in Berlin gibt der Dichterbarde einen Vorgeschmack auf die Stücke seines neuen, neunten, bislang unveröffentlichten Albums.

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