Der Test

Kaffee trinken mit Katzen

Foto: Masha Slawinski

Warum das denn?

Kaffee trinken und mit Katzen kuscheln macht Spaß. Warum also nicht diese beiden Beschäftigungen kombinieren? 1998 entstand in Taiwan das erste Katzencafé. Weitere folgten, vor allem in Japan, wo in den meisten Wohnungen das Halten von Haustieren verboten ist. Vierzehn Jahre dauerte es, bis der Trend in Europa ankam. 2013 eröffnete in Berlin Pee Pees Katzencafé. Dort leben die Kater Caruso und Pelle.

Wie war’s?

Ein Poster an der Wand zählt eine lange Liste an Regeln im Umgang mit den tierischen Café-Bewohnern auf. Die Katzen anzustarren oder sie hochzunehmen, ist untersagt. Jederzeit besteht für Pelle und Caruso die Möglichkeit, sich in einen abgetrennten Bereich zurückzuziehen. Vorerst ist von den beiden deswegen nichts zu sehen. Als der Kaffee halb ausgetrunken ist, tippelt Pelle auf mich zu und reibt sich schnurrend an meinen Beinen. Energisch lässt er sich auf meinem Schoß nieder und beginnt, leise zu schnurren. Gespräche, die Ankunft neuer Besucher und das plötzlich herabfallende „Open” Schild bringen ihn nicht aus der Ruhe. Das zuerst etwas rigoros erscheinende Regelwerk scheint sich zu bewähren.

Wie geht’s weiter?

Keine Sekunde kommt das Gefühl auf, dass es den Katern an etwas fehlt. Die entspannte Stimmung von Pelle in meinem Schoß überträgt sich sogar kurzzeitig auf mich. Das Streicheln von Tieren, so sagt man, löse beim Menschen eine therapeuthische Wirkung aus. Wegen der verkuschelten Kater, des veganen Kuchens und der entspannten Atmosphäre werde ich dieses Erlebnis definitiv wiederholen. Am liebsten wieder auf dem Sofa direkt an der Eingangstür, denn dort scheint Pelles Lieblingsplatz zu sein.

Pee Pees Katzencafé, Thomasstr. 53, Neukölln, Di–Fr 10–18 Uhr, Sa+So 12–18 Uhr, peepeeskatzencafe.de