Pop

Kapelle Petra

Das ist jetzt eine echt kniffelige Frage von großer Tragweite: Darf die Hamburger Schule auch Humor haben? Oder ist das nicht ein Oxymoron: Diskurs-Pop mit Witz? Was man sagen kann: Diese Frage hat noch niemand wirklich schlüssig beantwortet. Und was man noch sagen kann: Die Kapelle Petra hat sich Verdienste erworben um die Pflege der bundesdeutschen Poplandschaft, indem sie diese Frage zumindest schon einmal aufgeworfen hat.

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Gegründet 1996 in Münster, begann man als schlecht verkleidete Klamaukband, deren Mitglieder deshalb zur Strafe noch heute die pubertären Pseudonyme Ficken Schmidt, Opa, Gazelle und Der tägliche Siepe tragen müssen. Musikalisch und inhaltlich aber hat man sich in diesen bald zwei Jahrzehnten dermaßen entwickelt, dass man die eingangs aufgeworfene Frage doch immerhin mit einem entschiedenen „Ja, irgendwie funktioniert das doch eigentlich gar nicht mal soooo schlecht“ beantworten kann. Doch echt wahr.