Dokumentarfilm

Kedi – Von Menschen und Katzen

Istanbuls Mensch-Tier-Symbiose

ZITTY-Bewertung: 4/6

Eine Stadt, die im Grunde den Katzen gehört, ist Istanbul, was auch an ihrer Größe und ihrer Lage am Bosporus liegt, denn so ist stets für ausreichend Futter gesorgt. Doch das Verhältnis der menschlichen Bewohner zu ihren tierischen Mitbewohnern ist oft von einem erstaunlich symbiotischen Miteinander geprägt, wie Ceyda Torun hier zeigt.

Die eigentlichen Regenten von Istanbul
Foto: Weltkino

Im Mittelpunkt stehen die Straßenkatzen Istanbuls. Doch da Katzen nicht sprechen können und selbst ein kurzer Film, der nur aus Bildern von Katzen besteht, schwer vorstellbar wäre, sind es die Menschen, die hier ausführlich zu Wort kommen. Markthändler, Restaurantbesitzer und Anwohner berichten von ihrem Verhältnis zu jenen Katzen, mit denen sie quasi zusammenleben, ohne das die Katze den Status eines normalen Haustiers hätte. Die Tiere kommen und gehen wie es ihnen beliebt, bekommen bisweilen Futter hingestellt oder einen Napf Wasser, erfüllen dennoch gewisse Funktionen: Manche halten ein Restaurant frei von Ratten, andere sind fast so etwas wie Kummerkasten, deren Schnurren und weiches Fell für wohlige Stimmung sorgt.

Etwas repetitiv sind diese Erzählungen, allzu vielfältig ist das Verhältnis von Katzen und Menschen auch in Istanbul nicht. Und so lebt Toruns Film von seiner Atmosphäre, den Aufnahmen von Katzen, Menschen und Istanbul, die „Kedi – Von Menschen und Katzen“ zu einem hübschen Dreifach-Porträt machen.

TR/USA 2016, 79 Min., R: Ceyda Torun

Kedi – Von Katzen und Menschen

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