Kunst und Politik

KGB-Kunstwoche in den Bezirken

Starke Auftritte: Die Kommunalen Galerien Berlin (KGB)  thematisieren Kunst in allen zwölf Berliner Bezirken, aber auch Rechtspopulismus

Kurz bevor aller Fokus auf der Berlin Art Week liegt, präsentieren die Kommunalen Galerien in Berlin (KGB) ab 7. September selbstbewusst ihre eigene KGB-Kunstwoche. Das mottofreie Programm zeigt mit Ausstellungen, Performances, Lesungen und Filmvorträgen die Vielfalt der 30 teilnehmenden bezirkseigenen Kunsträume, zu denen die Galerie Pankow genauso gehört wie das Schloss Biesdorf in Marzahn-Hellersdorf und die Schwartzsche Villa in Steglitz.

Kunst und Performancereihe in der Klosterruine Berlin „ The Dead are Losing or How to Ruin an Exhibition“ , hier 21. Juli 2018. „No model and property release.“ Foto: David Baltzer / bildbuehne.de. Performer*innen: Bryana Fritz and Tom Engels „ Leaving Palermo“

Für die große bespielte Fläche, die alle zwölf Berliner Bezirke einschließt, gibt es sogar einen Service: Am 9. September laden Bustouren dazu ein, bequem zu den Ziel­orten von Mitte nach Neukölln zu gelangen. In der dortigen Galerie im Körnerpark, wo derzeit die Anonymen Zeichner Arbeiten ohne Namensnennung zeigen, hat kürzlich der Berliner Künstler Thomas Kilpper zu Flucht, Ankunft und Rassismus ausgestellt. Beim KGB-Themenabend in der Alten Feuerwache diskutiert er am 12. September nun mit weiteren Gästen wie dem Autor und Filmemacher Tunçay Kulaoğlu über „Kultur in nervösen Zeiten“. In Anbetracht des gewachsenen Einflusses der AfD in den Bezirken könnten Freiheiten und Förderung der kommunalen Bezirksgalerien künftig in Gefahr sein. Umso wichtiger, schon jetzt über den Umgang mit (Rechts)-Populismus in Kunst und Kultur zu sprechen.

Bis 16.9.: Verschiedene Orte. Diskussion: 12.9., 20 Uhr: Alte Feuerwache, Marchlew­skistr. 6, Friedrichshain. Diskussion: 12.9., 20 Uhr, Alte Feuerwache, Marchlewskistr.. 6, Friedrichshain