Äckschnfuilm

Killer’s Bodyguard

Das spektakuläre Buddymovie treibt das Genre auf die Spitze – und auch die Brutalität

Eine Spitzenbesetzung, dazu ein Stunt-Feuer­werk der Superlative, derb-witzige ­Dialoge, eine gute Montage und ein ­fetziger Soundtrack, all dies macht dieses überdrehte Buddy-Movie zum Highlight für Actionfans. Samuel Jackson macht die Rolle als schnoddrige Sprüche klopfender Mega-Killer sichtlich Spaß, er gibt sogar eine lautstarke Gesangseinlage ­(„Nobody Gets Out Alive“) zum besten; und ­Salma Hayek als seine unflätig fluchende Ehefrau hat man nie so enthemmt agieren ­sehen wie hier. Eine schaurig-schöne ­Szene zeigt, wie sich die beiden Temperamentbündel bei einem Blutbad in einer mittel­amerikanischen Cantina kennen und ­lieben lernen.

Ryan Reynolds („Deadpool“) verkörpert charismatisch einen Personenschützer der Extraklasse, der Jackson als ­Kronzeuge zum Internationalen Gerichtshof in Den Haag bringen soll, wo er gegen einen ­wegen „ethnischer Säuberungen“ angeklagten diabolischen Ex-Diktator (Gary Oldman) aussagen soll. Auf der lebensgefährlichen Autoreise – überall lauern schießwütige Schergen – muss sich das schräge Duo zusammenraufen.

Killer’s BodyguardFoto: Fox

Manche Gewaltdarstellungen sind so grotesk, dass sie komisch wirken, vergleichbar mit den Zerstörungsorgien in den „Roadrunner“-Cartoons. 

USA 2017, 111 Min., R: Patrick Hughes, D: Ryan Reynolds, Samuel L. Jackson, Gary Oldman, Salma Hayek

Killer’s Bodyguard

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