Berlin

Wir sind Greta – Klimakampf statt Klassenzimmer

Wie eine junge Generation an jedem Freitag in der Unterrichtszeit auf die Straße geht, um doch noch die Welt zu retten

»Wir sind hier, wir sind laut – weil ihr uns die Zukunft klaut!“, brüllt eine Menge von mehreren hundert Jugendlichen. Sie springen vom Boden hoch und rennen los.

Sie schwingen Plakate und Banner, stoßen Fäuste in die Luft. Einer rennt tapfer mit seinem Fahrrad, beugt sich über den Lenker. Manche halten im Laufen andere Demonstranten an der Hand. Auf einem der in die Luft gestreckten Plakate steht: „Die Dinosaurier dachten auch, sie hätten Zeit.“


Für die Zukunft: Der ganz große Streiktag soll am 15. März stattfinden
Foto: F. Anthea Schaap

 Die Protestgruppe hält sich im Regierungsviertel auf, an der Kronprinzenbrücke. Auf der anderen Seite des Spree-Ufers erheben sich das Paul-Löbe-Haus, wo die Bundestagsabgeordneten residieren, und das Kanzleramt. Ein Sturm auf die Zentren der Macht. 

Hannah Blitz . 16 Jahre
»Es ist das erste Mal, dass ich einer Demo nicht nur folge, sondern sie auch plane.«
Foto: F. Anthea Schaap

Es sind Schüler, die gerade symbolisch einen Aufstand inszenieren. Junge Menschen, die eigentlich in der Schule sitzen und für ihre Zukunft lernen müssten. Sie sind Teil einer neuen Protestgeneration: Immer mehr Schüler in immer mehr Städten demonstrieren gegen den Klimawandel, gegen die Ignoranz der Politiker.

Jeden Freitag gehen sie auf die Straße, verpassen den Unterricht, riskieren ihre Noten – um für ihre Zukunft zu kämpfen, und die ihrer Kinder und Enkel. Dafür, dass das Leben auf der Erde lebenswert bleibt. Diese Schüler wollen nicht weniger als die Welt retten. Ist ihr Protest vielleicht die letzte Chance dazu?

„Wir haben weniger als ein Jahrzehnt, um die CO2-Emissionen von Kohle und Öl zu reduzieren, wenn wir Sicherheit für die Menschen wollen“, mahnte Johann Rockström, designierter Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, bei der Vorstellung eines Sonderberichtes des Weltklimarats IPCC im vergangenen Oktober. „Wenn es uns gelingt, die Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, erhöhen wir unsere Chancen, den Anstieg des Meeresspiegels und verheerende Wetterextreme zu begrenzen.“ Das 1,5-Grad-Ziel bedeutet: Die seither gemessene globale Erwärmung um ein Grad Celsius lässt die Alarmglocken schrillen: Es bleibt nur noch ein Spielraum von einem halben Grad. 

Die Zeit ist knapp

„Die 1,5-Grad-Grenze erfordert eine CO2-neutrale Gesellschaft bereits bis 2050“, erklärte Elmar Kriegler, stellvertretender Leiter des Forschungsbereichs „Nachhaltige Lösungsstrategien“ am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, anlässlich des Sonderberichts. „Es sind wirklich die nächsten paar Jahre, die zählen.“ Jetzt würden die Regierungen über ihre Emissionsreduktionen bis 2030 entscheiden. „Was wiederum darüber entscheiden wird, ob es gelingt, die schlimmsten Klima-Risiken zu begrenzen“, sagt Kriegler.

Famke Hembus . 15 Jahre
»Meine Schule droht nicht mit Verweisen, da haben wir noch Glück gehabt.«
Foto: F. Anthea Schaap

Die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, deren Protest in Stockholm im August letzten Jahres die ­Welle los stieß, fragte die Weltöffentlichkeit: „Warum sollen wir für eine Zukunft lernen, die es vielleicht gar nicht geben wird?“ Eine rhetorische Frage, die als eines der Motti der Demonstrationen gilt, die wöchentlich in vielen Städten unter dem Namen „Fridays for Future“ abgehalten werden. 

Hannah Blitz ist die Berliner Greta. Zumindest eine davon. Sie zieht – eine weitere Last zusätzlich zur ­Bürde einer ungewissen Zukunft – einen Bollerwagen mit Lautsprechern. Der Wagen hängt in einer Kurve fest, mit etwas Feingefühl geht es dann doch weiter. Die 16-jährige Schülerin des Robert Blum Gymnasiums in Schöneberg ist bereits seit Dezember bei den freitäglichen Streiks in Berlin dabei. 

Aus den Lautsprechern auf Hannah Blitz’ Bollerwagen dröhnt ein Song: „Und wir singen im Atomschutzbunker: Hurra, diese Welt geht unter.“ Ein Lied der Berliner Rapper von K.I.Z, es beschreibt das Ende unserer Zivilisation, zeichnet eine postapokalyptische Utopie. Einige singen lauthals mit, andere recken die Hände in die Höhe. Einer trägt ein Schild, gebastelt aus Rückseiten verbrauchter Collegeblöcke  – ein Sinnbild für Nachhaltigkeit –, als Stab dient der Stamm eines alten Tannenbaumes, nur wenige Nadeln sind noch übrig. Das Schild sagt: „All I want for Christmas is: Kohleausstieg.“ 

Sie möchten Teil einer Jugendbewegung sein: Schüler versammeln sich am Invalidenpark, um gegen die Ignoranz ihrer Elterngeneration zu protestieren  
Foto: F. Anthea Schaap

Die Demo kommt ganz ohne Autos aus. Wer nicht aufs Fahrrad gestiegen ist, hat sich trotz BVG-Streiks an diesem Tag durch den Nahverkehr gekämpft, ist größere Strecken zu Fuß gelaufen. Auch zu Hause zelebrieren die Streikenden Nachhaltigkeit: Viele leben vegetarisch oder essen nur Biofleisch, sie achten auf Secondhand-Kleidung und Mülltrennung, nutzen kaum Plastiktüten. 

Doch ziehen die Schüler wegen ihres Lebensstils nicht nur Bewunderung auf sich – sondern auch Kritik, Spott, sogar Hass. In den sozialen Medien, auch im politischen Betrieb. Im Auge des Sturmes: Greta. Dass die Schwedin mit den geflochtenen Zöpfen oft als „Öko-Pippi“ bezeichnet wird, ist erst der Anfang: „Das arme Kind braucht einen Psychotherapeuten, ­keine Auftritte, die ihre Psychose noch bestätigen“ , ätzt Maxi­milian Krah, stellvertretender Vorsitzender der sächsischen AfD, auf Twitter. Paul Ziemiak, CDU-Generalsekretär, kommentierte eine Bemerkung Gretas, der deutsche Kohleausstieg 2038 sei viel zu spät, mit den Worten: „Oh Mann! Kein Wort von Arbeitsplätzen, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit. Nur pure Ideologie“ – gefolgt von dem Affen-Emoji, das sich die Augen zuhält. Ziemiak spottet: „Arme Greta!“  

Auch die Demonstration der Schüler in Berlin bekommt nicht nur Wohlwollen zu spüren: Ein älterer Mann pöbelt einige Protestler an, darunter Famke Hembus, eine 15-jährige Freundin von Hannah Blitz. Der Mann sagt, es würde ihnen nur ums Schwänzen gehen. Warum sie denn nicht Samstag auf die Straße gehen würden? So wären auch andere Demos zum Erfolg gekommen. Famke findet:  „Das ist nicht fair“  – für sie ist das Versäumen des Unterrichts keine Belohnung, sondern ein Opfer. Sie fordert: „Bevor ihr kritisiert, solltet ihr noch mal darüber nachdenken, dass wir auch für die Zukunft eurer Kinder und Enkel kämpfen!“ Hannah Blitz sieht die Kritik – sowohl gegen Greta, als auch gegen die ganze Bewegung – als Bestätigung. „Es zeigt, dass die Menschen uns sehr ernst nehmen, mit dem was wir tun“ , so die 16-Jährige. „Und dass sie uns als Gefahr sehen, als Bedrohung.“ 

Angekommen im politischen Zentrum

Am Straßenrand stehen Anzugträger in einer Kongress­pause und rauchen.  „Das ist ja ein Kindergarten hier!“, wundert sich einer von ihnen. „Da sind Schüler dabei! Wie wurden die denn rekrutiert?“ 

Luis Keß 15 Jahre
»Durch unseren Streik bekommt das Thema erst die nötige Aufmerksamkeit.«
Foto: F. Anthea Schaap

Sie haben sich selbst rekrutiert. Seit dem ersten deutschen Klima-Schulstreik im Dezember ist ein beeindruckendes Protest-Netzwerk entstanden. Die Schüler organisieren sich mit Mailinglisten, Whatsapp-Gruppen und wöchentlichen Telefonkonferenzen mit weit über 100 Teilnehmern. Insgesamt sind seit den Anfängen der Bewegung 155 Ortsgruppen entstanden. In Zukunft wollen sie die Besprechungen auf einen regionalen Austausch begrenzen, sich statt Telefonkonferenzen jede Woche persönlich treffen. 

„Wir sind so eine krasse Generation, wir werden die Welt verändern und das zeigen wir freitags!“, ruft Luisa Neubauer ins Mikrofon. Die Kundgebung am Kanzleramt stellt den Höhepunkt der Demo dar: Die Bewegung ist im politischen Zentrum Deutschlands angekommen. 

Wie viele andere auch ist Neubauer extra nach Berlin gereist. Die 22-jährige, die Geografie in Göttingen studiert, ist das deutsche Gesicht der Bewegung, sie nahm den Schwung von Gretas Protest auf, um ihrerseits hierzulande den Druck auf die Mächtigen zu erhöhen. Mit Erfolg: Zusammen mit einigen Mitstreikenden war sie bei der Kohlekommission eingeladen. Die klare Forderung der Klimakinder: Der Kohleausstieg müsse bis 2030 vollzogen werden. Nur so sei möglich, das 1,5-Grad-Ziel noch erreichen zu können. Der Abschlussbericht der Kohlekommission sieht jedoch erst einen Ausstieg bis 2038 vor. Das enttäuschte die Jugendlichen. Luisa Neubauer bleibt aber zuversichtlich: „Man spricht jetzt über Generationengerechtigkeit, man spricht übers Klima. Das ist ein Megaschritt.“ 

Foto: F. Anthea Schaap

Dieter Rucht, Protestforscher an der Humboldt-Universität, dämpft die Hoffnungen der Protestler: Eine direkte Einwirkung auf politische Maßnahmen sei nicht zu erwarten. Doch er macht deutlich: „Die Demos der Schüler*innen sind ein weiterer Faktor, um den Handlungsdruck auf die politisch Verantwortlichen zu erhöhen.“ Der Erfolg der Proteste liege vor allem in der breiten und insgesamt unterstützenden Medienresonanz. Diese sieht er auch als wichtigen Faktor für die große Beteiligung bei den Protesten. Er sagt, der Medienrückhalt würde die Schüler*innen beflügeln. Außerdem essenziell: der Schulstreik. „Es ist wichtig für Jugendliche, sich an Autoritäten zu reiben“, sagt Rucht. Durch das Verpassen des Unterrichts entstünden Konflikte und Debatten in den Schulen – das sei wichtig, da Reiz und Reibungsfläche sonst fehlen würden. Die Schlüssel­rolle Greta Thunbergs käme noch hinzu: Erst durch so genannte „Triggerpersonen“ fühlten Ähnlichdenkende sich zum Handeln animiert.

„Das Klima wartet nicht auf unseren Abschluss“ steht auf dem Banner, das die Demonstration anführt. Hannah Blitz und Famke Hembus haben es am Tag zuvor gebastelt. Jetzt tragen sie es. Menschen winken aus den Fenstern, einige klatschen sogar. Die Sonne scheint von einem wolkenlosen, blauen Himmel – und die ­erste Biene des Jahres summt durch die Luft. Es sind elf Grad, und das Mitte Februar. „Oma, was ist ein Schneemann?“, steht auf einem Plakat, ein Junge zieht seine Jacke aus. „Endlich eine Demo, bei der man sich nicht die Hintern abfriert“, freut sich Famke. Aber die 15-jährige macht auch klar: Frühlingsanfang im Februar – die Welt müsse endlich erkennen, dass der Klimawandel real sei! Mitschülerin Hannah stimmt ihr zu: „Hier seht ihr es, Leute! Klimawandel!“

Alma Lieckfeld . 13 Jahre
»In zehn Jahren werde ich bereuen, nicht jeden Freitag dabei gewesen zu sein.«
Foto: F. Anthea Schaap

Große Organisationen bleiben der Demo fern. Lisa Göldner, Kampaignerin Klima und Energie bei Greenpeace, erklärt: „Es ist toll, mit welcher Power die Kinder das alles selber organisieren. Die brauchen uns gar nicht.“ Greenpeace wolle sich im Hintergrund halten. Die Organisation stellt den Kindern die Räume ihrer ehrenamtlichen Gruppen für Treffen zur Verfügung – deutschlandweit. Das sei es, was die Protestler wirklich benötigt hätten. Außerdem bewirbt Greenpeace die Demonstrationen auf seinen Social-Media-Kanälen – damit wird eine große Reichweite erzielt.

Sie lassen sich nichts gefallen

Vor dem Reichstag versammeln sich Touristen und Berliner, betrachten den vorbeiziehenden Demozug und tauschen in verschiedenen Sprachen ihre Meinungen aus. Unter ihnen ist auch Torbjörn Jansson, der die Demonstration mit dem Handy aufnimmt. Seine Tochter besucht die Berlin Bilingual School, sie läuft heute mit. 

„Diese Kinder glauben, sie können die Welt verändern, während die älteren Generationen aufgegeben haben“, schwärmt Jansson. Aufgeben? Das ließe diese Generation sich nicht gefallen! Dabei seien sie nicht am Zuge – sondern die Älteren, seine Generation. „Wenn man den Wandel nicht unterstützt, wenn man nicht glaubt, dass er möglich ist – dann ist man ein furchtbarer Vater“, sagt Jansson.

Foto: F. Anthea Schaap

Die neue Generation zeigt also, dass die alte handeln muss. Einige haben es bereits verstanden: Die „Omas gegen Rechts“ mischen sich jeden Freitag in die Demo. Fast schon verschüchtert bilden sie die Nachhut.

Als wollten sie die Kinder beschützen – und ihnen zugleich nicht die Show stehlen. Heute ist die Arbeitsgruppe vertreten durch zwei ihrer Mitglieder, Elisabeth Hebarth und Angelika Krüger. Hebarth nutzt als Gehhilfe einen E-Scooter, war bisher jeden Freitag dabei. „Als Oma muss man den Enkeln schließlich helfen“, erklärt sie. Angelika Krüger nickt. Sie hofft auf einen Schneeballeffekt – damit auch andere Gruppen sich anschließen. Studenten seien inzwischen öfter dabei, doch Menschen Mitte 20, die schon im Berufsleben stünden, fehlten noch. „Sie haben Angst, ihren Job zu verlieren“ , vermutet Krüger.

Szenenwechsel, ein Schwenk zurück auf den Moment, als der Protestzug an der Kronprinzenbrücke steht. Der Sturm auf die Institutionen der Macht, er scheint im Anflug zu sein. Ein Mädchen sitzt auf den Schultern eines Jungen. Sie hat die Arme hochgerissen, während er tapfer ihre Beine umklammert und aufpasst, dass sie nicht stürzt. Plakate schwenkend und voller Energie rennt die junge Generation dorthin, wo die mächtigsten Politiker des Landes daran scheitern, den Klimawandel zu stoppen. Zu den Abgeordneten des Bundestags, zur Kanzlerin. 

Jaro Abraham 15 Jahre
»Wenn man anfängt, laut zu schreien, und alle machen mit, ist das schon toll.«
Foto: F. Anthea Schaap

Zum Glück passiert niemandem etwas. Auf der anderen Seite der Spree bremsen die Protestierenden. Der geplante Sturm, er ist nur noch eine Brise. Die Demonstranten sind umringt von Hauptstadtjournalisten, die ihre Kameras auf sie richten, und von argwöhnischen Polizisten. In dieser einschüchternden Umgebung wollen sie keinen Ärger machen – und halten sich an Regeln: Keine Kreide auf dem Boden, der sei empfindlich, bittet Luisa Neubauer die Streikenden zum Beispiel, nachdem Ordnungshüter sie darauf hingewiesen haben. Zwei Schüler werfen ihre Kreide weg – der bereits begonnene Satz auf dem Pflaster bleibt unvollendet. 

Gute Manieren

So vorbildlich, wie sich die Kinder im Alltag geben, wie sie Müll vermeiden, vegan leben, so mustergültig geben sie sich auch auf dem Protestmarsch, zumindest auf dem wichtigsten Teil der Route. Vielleicht sind gute Manieren nicht übel, um eine große Masse von Erwachsenen zu überzeugen. Die Normalos in den Vororten und Kleinstädten zum Beispiel, die Mitte der Gesellschaft.

Der Protestforscher Rucht ist hingegen ­skeptisch:„Es ist unwahrscheinlich, dass Fridays for Future lange anhalten wird.“ Die ständige Schwänzerei würde dazu führen, dass die Schüler den Stoff an anderen Tagen nachholen müssen – sie würden damit einen großen Zeit- und Leistungsdruck auf sich nehmen. Zudem ­seien Medien und breite Öffentlichkeit irgendwann von den Aktionen gelangweilt. 

Jean Dumler17 Jahre
»Ich will, dass wir noch mehr Themen ansprechen, Plastikverbrauch zum Beispiel.«
Foto: F. Anthea Schaap

Die Kinder sehen das anders: „Deshalb werden wir weiter streiken; wenn es sein muss, noch an 991 Freitagen!“, heißt es in einer Stellungnahme auf der Internetseite von Fridays for Future. So viele Freitage werden nämlich noch bis 2038 verstreichen – das Jahr, an dem die letzten Kohle-Meiler abgeschaltet werden sollen, wenn es nach der Kohle-Kommission ginge.

Der nächste große Streik wird am 15. März abgehalten, in Berlin, aber auch in San Francisco, Porto oder Bratislava, es soll die bisher größte weltweite Demonstration werden. Jeder soll auf die Straße gehen. Die Kinder werden wieder die Schule verpassen, obwohl viele von ihnen dann für Abschlussprüfungen und Klassenarbeiten lernen müssten. Warum riskieren sie schlechte Noten? „Weil andere Menschen gerade die größte Krise der Menschheit verschlafen!“ , ruft Luisa Neubauer  ins Mikrofon, als der Protestmarsch weiterzieht, entlang am Amtssitz von Angela Merkel.