Berlin

Komm kuscheln

Das kulinarische Berlin ist bekanntlich cool geworden. Aber da sind auch diese Orte, an denen wird es warm ums Herz. Am offenen Kamin oder auf dem Futon. Mit Zimtschnecken und Vogeltapeten

Bona Kollektiv

Die Tage vertrödeln: im Bona Kollektiv in der Herrmannstraße
Foto: BONA Kollektiv

Dieses Kollektiv erweitert den Brunch um die Aromen und Atmosphären des europäischen Ostens. Wo versteht man es besser, der kalten Zeit stoisch zu trotzen.

Hermannstraße 178, Neukölln, www. facebook.com/bonakollektiv

Karloff

24 Plätze, viel Holz, viel Grün und viel Wärme aus der offenen Küche. Italienische Handwerksküche zum fairen Menü-Preis.

Reichenberger Straße 152, Kreuzberg ,www.karloff-berlin.de

My June Bar

Cocktailkultur muss ja nicht immer cool sein: Im nassgrauen Berliner Winter jedenfalls sollte jede Bar so einen offenen Kamin haben. Zweitgstelle der sehr guten Bryk Bar.

Sredzkistraße 65, Prenzlauer Berg, www. my-june-bar.de

Brasserie ORA

Auf den ersten Blick ist die ehemalige Apotheke noch immer eine. Und das schönste Lokal im Kiez, von frühs bis in die Nacht.

Oranienplatz 14, Kreuzberg, www.facebook.com/oraberlin

Tadschikische Teestube

Auf den gemütlichen Futons sollen schon Gäste eingeschlafen sein. Entschleunigte Auszeit mitten in Mitte. Eine Institution.

Oranienburger Straße 27, Mitte, www.tadshikische-teestube.de

Café K

Stilsicher möbliertes Fine Dining ohne den in Berlin sonst so beliebten Minimalismus. Im Spindler wirken sogar die Kakteen wohnlich. Gute, warme Atmosphäre.

Paul-Lincke-Ufer 42/43, Kreuzberg www.spindler-berlin.net

G wie Goulasch

Eigentlich ist ja das namensgebende Schmorgericht schon ziemlich hygge, das Ecklokal am Chamissoplatz ist aber nicht minder gemütlich. Warm im Magen und ums Herz.

Chamissoplatz 1, Kreuzberg, www.g-wie-goulasch.de

Hallmann & Klee

Können Betontresen und rohe Wäde gemütlich sein? Am sympathisch bodenständigen Böhmischen Platz wärmt das leiseste beste Lokal der Stadt von innen: Für Freunde herausragender, nie effekthaschender Patisserie ein Traum.

Böhmische Straße 13, Neukölln www.hallmann-klee.de

Hafenküche

Durch die bodentiefen Fenster auf das Wasser und den gegenüberliegnden Plänterwald gucken während im Hintergrund der Kamin knistert – schöner wäre es nur, wenn die Spree endlich mal wieder zufrieren würde.

Zur alten Flussbadeanstalt 5, Lichtenberg, www.hafenkueche.de

Café Valentin

Wirklich skandinavische Orte sind noch rar im kulinarischen Berlin. Dieses Café ist bis zum letzten Krümel der Zimtschnecken und Smørrebrøds nordisch – und angenehm unaufgeregt.

Sanderstraße 13, Neukölln, www.facebook.com/cafevalentin

Mars

Im ehedem ersten Krematorium Berlins ist dieses Cafe und Deli ein charmanter Rückzugsort. Die Küche: günstig, regional und gemüsegrün.

Gerichtstraße 35 (im Silent Green Kulturquartier), Wedding, www.mars-berlin.net

Briefmarkenweine

Die bunt Gewürfelten Holzstühle, die Zweige in den Vasen, die Bärte der Briefmarken-Männer: alles in dieser denkmalgeschützten Weinbar in den stalinistischen Zuckerbäckerbauten hat Stil in einem sehr unangestrengten Sinne.

Karl-Marx-Allee 99, Friedrichshain www.briefmarkenweine.de

House of Small Wonders

Stilsichere Mischung aus Fernostklischees, Vintage-Vogeltapete und hübschem Nippes. Mittags gibt es Japanisches jenseits von Sushi.

Johannisstraße 20, Mitte, www.houseofsmallwonder.de