Kino

Kommissar Gordon & Buffy

Nicht nur Kinder, auch Erwachsene ­mögen die Bücher des schwedischen Autors Ulf Nilsson, evozieren dessen Erzählungen und die Illustrationen von Gitte Spee doch eine vergangene Zeit. So wirkt auch die von ­Linda Hambäck inszenierte Verfilmung „Kommissar Gordon & Buffy“ wie aus der Zeit gefallen.

Kommissar Gordon Und Buffy . Foto: Eksystent Filmverleih

Recht gemütlich mutet die Geschichte um den Frosch Gordon an, der lange Jahre im Wald als Kommissar diente und nun in den wohlverdienten Ruhestand geht. Nicht ­jedoch, ohne die Maus Buffy als Nachfolgerin in der kleinen Polizeistation einzuweisen. Und bald schon muss Buffy in einem schwierigen Fall ermitteln, dessen Verdächtiger einmal mehr der Fuchs ist. Immer wieder verschwindet der Nachwuchs der Waldbewohner auf unerklärliche Weise.

Hambäcks liebevoll gezeichneter Film, der sowohl ästhetisch als auch ­erzählerisch ­angenehm zurückgenommen ­daherkommt, ist in gewisser Weise eine kindliche Einführung des gerade in Nordeuropa und Deutschland so beliebten Krimigenres. Von der Ermittlungsarbeit bis hin zur Ausrüstung wird altersgerecht erklärt, wie so ein Detektiv arbeitet. Vor allem jedoch wird ­erzählt, dass man sich nicht von ­Vorurteilen und Stereotypen leiten lassen sollte, die ­Realität ist ambivalenter. Doch auch ­diese moralischen Aspekte wirken nie aufgedrückt, sondern fügen sich organisch in einen sehr ­sehenswerten Animationsfilm.

„Gordon och Paddy“, S 2017, 65 Min., R: Linda Hambäck, Start: 28.2.

Kommissar Gordon & Buffy im Kino