Kommunale Galerien

Kunst im Bärenzwinger

Noch nach seiner Modernisierung Anfang der 90er-Jahre erhielt das Bärenhaus am Köllnischen Park auf Senatskosten eine Fußbodenheizung und Lichtkuppel. So wurde es, wenn zwar nicht artgerecht, so doch gemütlicher für die drei Bären Maxi, Schnute und Tilo. Schnute, die letzte ­Bärin, musste im Oktober 2015 eingeschläfert werden. Danach stand der Zwinger leer.

Foto: Goethe20 / wikimedia
Gehege am Köllnischen Park mit Fußbodenheizung: Hier lebten die drei Bären Tilo, Schnute und Maxi. Foto: Goethe20 / wikimedia

Jetzt eröffnet ein Team aus Volontären der bezirkseigenen Kommunalen Galerien von Berlin-Mitte den Zwinger als neuen Ort für Ausstellungen lokaler und internationaler Künstler. Förderung erhält das Projekt mit etwas über 100.000 Euro von der Senatsverwaltung für Kultur. Die ersten Ausstellungen thematisierten „Spuren des Animalischen“ in dem verwinkeltem Backsteingebäude mit dem runden Außenbereich.

Den Auftakt machten am 1. September unter anderem Stine Omar und Max Boss von der Band Easter, die ihr neues Musikvideo präsentieren. Im Bärenzwinger gedreht, setzt es sich mit der Identität des Raumes auseinander. Am 12. September eröffnen Sarah Ancelle Schönfeld und Reto Pulfer mit einer Performance von Eisklares Echo die nächste Ausstellung: „Ursus Olfaciens“, lautet der Titel, lateinisch in etwa für „Bär, ausdünstend“. Noch ist der Geruch der Tiere nicht verschwunden. Aber wie lang er wohl hält?

13.9.–29.10.: Bärenzwinger am Köllnischen Park, Rungestr. 31, Mitte, Mo–So 12–19 Uhr, Eintritt frei. Eröffnung: 12.9., 18 Uhr

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