Dokumentarfilm

Leaning into the Wind

Der britische Land-Art-Künstler Andy Goldsworthy erschafft Skulpturen aus natürlichen Materialien in der Natur, viele von ihnen fragil und vergänglich: Sie schmelzen bei Tauwetter, werden von Flüssen oder der Meeresflut hinweggespült, vom Wind zerfetzt. Was bleibt, sind oft nur die Fotos seiner ästhetisch überaus ansprechenden Arbeiten.

Vergängliche Kunst: Andy Goldsworthy
Foto: Piffl

Für seinen jüngsten Film „Leaning into the Wind – Andy Goldsworthy“ hat Regisseur Thomas Riedesheimer den Künstler nach „Rivers and Tides“ (2001) erneut bei seiner Arbeit begleitet und zeigt, was sich in den vergangenen 16 Jahren verändert und entwickelt hat: Goldsworthy ist mittlerweile viel international tätig und greift bei großen Projekten auf viele Mitarbeiter zurück, die nach seinen Anweisungen handeln. Und er arbeitet auch mehr im städtischen Raum, wo er die Natur unter der versiegelten Oberfläche kenntlich zu machen versucht.

Die direkte Beziehung zum Material ist wichtig für Goldworthy, der auch erzählt, dass die Arbeit in der Landwirtschaft einen größeren Einfluss auf seine Kunst gehabt habe als das Kunststudium: Vom Klauben der Steine aus dem Acker berichtet er, und vom ewigen Zyklus des Sammelns und Schneidens, den der Schnittrhythmus und die experimentelle Musik des britischen Avantgardisten Fred Frith hier in eine filmische Form übersetzen.

GB/D 2016, 90 Min., R: Thomas Riedelsheimer

https://www.zitty.de/event/dokumentarfilm/leaning-into-the-wind-andy-goldsworthy/

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