Kino

Liebe zu Besuch

Reese Witherspoon
Foto: Splendid Film Karen Ballard

Irgendwann war Alice (Reese Witherspoon) es endgültig leid, den Jetset-Alltag ihres im Musikbusiness offenbar permanent unabkömmlichen Gatten Austen (Michael Sheen) weiter hinzunehmen. Also hat sie mit fast 40 die Reißleine gezogen und ist mit ihren beiden Teenietöchtern von New York nach Los Angeles umgezogen. Eine Heimkehr für sie als Tochter eines in den 1970ern umjubelten Independent-Filmemachers und einer Schauspielerin – zurück ins Domizil ihrer Kindheit, das seit dem Tod von Alices Vater leer stand. Zufällig lernt sie drei filmverrückte Jungspunde kennen, die sich auf der Suche nach einer Bleibe alsbald im Gästehaus des weitläufigen Anwesens einnisten dürfen. Und kaum ist die Hausherrin dem Charme eines ihrer Untermieter (Pico Alexander) erlegen, schaut ihr Ex vorbei – was einen Hahnenkampf zwischen den beiden Alphatieren in Gang setzt.

Als Tochter der Komödienspezialistin Nancy Meyers („Was Frauen wollen“) und des Feelgood-Filmers Charles Shyer („Vater der Braut“) sollte einem das Upper-Society-Milieu vertraut sein. Doch anstatt sich den Problemen einer nicht mehr ganz jungen Frau zu widmen, die privat und beruflich ihren Neuanfang meistern will, inszeniert Regisseurin Hallie Myers-Shyer unglaubwürdig, uninspiriert, tempolahm, sie lotst ihre Hauptdarstellerin von einem Klischee zum nächsten. Und unterfordert Reese Witherspoon permanent.

Home Again (OT), USA 2017, 97 Min., R: Hallie Myers-Shyer, D: Reese Witherspoon, Michael Sheen, Pico Alexander, Start: 23.11.

Liebe zu Besuch

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