Kino

Louis & Luca – Das große Käserennen

Auf seinen Kindheitserinnerungen basieren die Bücher von Kjell Aukrust, der Anfang der 60er Jahre das fiktive Dorf Flåklypa mit idiosynkratrischen Figuren erfand, die schon damals ein wenig überzeichnet gewirkt haben müssen. 50 Jahre später wirken diese Figuren, allen voran die Elster Louis und der Igel Luca, erst recht als die idealen Figuren für einen kindlichen, moralischen Animationsfilm.

Der Titel „Das große Käserennen“ erzählt im Grunde schon die ganze Geschichte: Am Anfang steht eine Wette, die der allzu forsche Louis mit dem Besitzer einer Käsefabrik abgeschlossen hat und für die eine alte Tradition des Dorfes reaktiviert wird. Ein Käse muss per Schlitten durch die Gegend kutschiert werden, der Einsatz des Rennens ist hoch: Der Verlierer muss dem Sieger sein Haus überlassen, ein hoher Preis, zumal Louis nicht ein eigenes, sondern das Haus seines Freundes Alfie verwettet hat.

Luis und Luca
Foto: Kinostar

Man mag schon die Lektionen ahnen, die in der Manier einer Fabel vermittelt werden und sich um Zusammenhalt, Freundschaft und Ehrlichkeit drehen. Stringent und schnörkellos ist das erzählt, ohne Abschweifungen, aber auch ohne besondere Überraschung.

Die bietet der Animationsstil, der sich deutlich an die Filme des Aardman Studios anlehnt, den Wallace & Gromit-Machern. Eine Mischung aus handgemachten Stop-Motion-Effekten und moderner Computergrafik also, was „Louis & Luca – Das große Käserennen“ zunehmend zu einem rasanten Abenteuer werden lässt. Der allerdings nie überbordend und exzessiv wird, sondern stets eine gewisse sympathische Bodenhaftung bewahren.

Norwegen 2017, 78 Min., R: Rasmus A. Sivertsen, Start: 12.10

Louis & Luca: Das große Käserennen

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