Kino

Lux – Krieger des Lichts

Cape und Maske, aber ohne (sofort ­erkennbare) Superkräfte – als „Lux – ­Krieger des Lichts“ möchte der eher schüchterne Torsten Kachel das Leben ­seiner Mitmenschen ein wenig erleichtern. Also hilft er bei Essensausgaben und unterstützt Obdachlose. Als ein Filmteam auf Torsten, der noch bei Mama in der ­Ostberliner Platte wohnt, aufmerksam wird, findet er es gut, sein Tun in den ­sozialen Medien verbreitet zu wissen – kann ja wohl nicht schaden. Doch dem Geldgeber Brandt (Heiko Pinkowski) sind die Aktionen des Superhelden nicht spektakulär genug, er spornt das Filmteam an, doch ein wenig inszenatorisch in den ­wenig heldenhaften Alltag von Lux einzugreifen.

Der Superheld im Supermarkt
Foto: Zorro Filmverlei / Cem Oeztok

Ein Superheld in einem halbwegs realisti­schen Umfeld – eine Konstellation, wie wir sie bislang nur aus derben US-Satiren wie „Kickass“ oder „Super“ kennen. Regisseur Daniel Wild geht unspektakulärere Wege und führt eine spannende Hauptfigur ein, mittels der durchaus interessante ­Fragen an unserer Zusammenleben gestellt ­werden. Schade nur, dass Wilds Film zusehends in eine Art ­Medienschelte abdriftet und sich nicht stärker auf ­Torsten und seine Motive konzentriert. Denn mit dem Krieger des Lichts wäre man gerne intensiver um die Häuser gezogen. Einer brilliert allerdings wieder: der ­Berliner Schauspieler Franz Rogowski („Love Steaks“, „Victoria“, „Happy End“). 

D 2017, 107 Min., R: Daniel Wild, D: Franz Rogowski, Heiko Pinkowski, Kristin Suckow, Anne Haug, Start: 4.1.

https://www.zitty.de/event/dokumentarischer-film/lux-krieger-des-lichts/