KINDERMUSIKTHEATER

Malala

Ein mutiges Mädchen in Pakistan: Atze erzählt die Geschichte der ­Kinderrechtsaktivistin

Dela Dabulamanzi (li.) als Malala Yousafzai – Foto: Jörg Metzner

Malala kann und sollte man einfach nur bewundern. Sie ging weiter zur Schule, als die Taliban in Pakistan den Schulbesuch für Mädchen verboten. Obwohl sie Angst vor einem Säureanschlag hatte, begann sie unter einem Pseudonym ein öffentliches Tagebuch über das Leben der Mädchen unter der Herrschaft der Tali­ban zu schreiben. Dann schoss ihr auf dem Schulweg ein Extremist direkt in den Kopf. ­Malala überlebte schwer verletzt. Das mutige pashtunische Mädchen, geboren 1997, war 2014 die jüngste Friedensnobelpreisträgerin in der Geschichte.

Regisseurin Göksel Güntel nimmt sich ihrer Geschichte mit viel Anteilnahme an – in jeder Szene spürt man die Dringlichkeit ihres Anliegens. Immer wieder fallen Sätze wie: „Wenn die Menschen sich nicht wehren, wird sich nichts ändern.“ Aber auch die Kindheit und das Leben in Pakistan werden geschildert – Malala (Dela Dabulamanzi) wird gezeigt als lebenslustiges, unbefangenes und bildungshungriges Kind.

Güntel wechselt zwischen Aufklärung (etwa über das Wesen des Extremismus), Spielszenen, interaktiven Sequenzen, Videos und Life-Kamera. Der lose Zusammenhang, das Fehlen eines ­Stückes und die Überfülle an Informationen ist manchmal eine Gefahr. Aber Güntel schafft es, eine fantasievolle Spielweise und hemmungsloses Pathos mit viel Humor zu verbinden und so rundet sich alles zu einem berührenden Ganzen. REGINE BRUCKMANN

23.–25.5., 11.30 Uhr, 26.5., 15 Uhr, Atze Musik­theater, Luxemburger Str. 20, Wedding. Regie: Göksen Güntel; mit Dela Dabulamanzi, Javeh Asefdzah, Rasmus Max Wirth, Sebastian Dreyer. Eintritt 9,50, erm. 7,50 €, ab 10 J.

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