Berlin

Martin Schranz. Der Millionär liebt den Nervenkitzel

Der Selfmade-Millionär liebt die Geschwindigkeit. Hier ist er neben einem Audi R8 V10 zu sehen. Foto: © martin-schranz.com

Der Wahlschweizer Martin Schranz ist ein echter Selfmade-Millionär. Angefangen hat er mit einem kleinen Affiliate-Netzwerk, das er stetig weiterentwickelt hat. Dabei erlebte er einige Rückschläge und herbe finanzielle Verluste. Aufgeben konnte und wollte er nicht. Seine Kontinuität und seine Fähigkeit, Dinge immer wieder aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten haben ihn am Ende dorthin gebracht, wo er heute ist: ein Selfmade-Millionär, der sich nicht auf seinen Millionen ausruhen möchte. Auch in seiner Freizeit ist er ständig auf der Suche nach dem Kick. Er liebt die Geschwindigkeit.

Las Vegas – Mit dem Sportflitzer über den Motor Speedway

Für Martin Schranz ist es sehr wichtig, immer mal wieder an seine Grenzen zu kommen. Wo geht das besser als in einem rasanten Sportwagen? In Deutschland mit einer sehr hohen Geschwindigkeit über die Autobahn zu fegen, kann mitunter sehr gefährlich sein, nicht nur für den Fahrer selbst, sondern vor allem auch für die anderen Verkehrsteilnehmer. Auf dem Motor Speedway in Las Vegas gibt es hingegen keine Limits, das berichtet Martin Schranz von seinem Abenteuer in Las Vegas. Im Gegenteil. Der Ring ist perfekt für Rennfahrer und neue persönliche Geschwindigkeitsrekorde. Dort konnte Martin Schranz hemmungslos Gas geben und das Gefühl von Hochgeschwindigkeit – den Geschwindigkeitsrausch – von der ersten Sekunde an spüren. Details vom Motor Speedway und eine interessante Fotostrecke zeigt motorsport.com.

Mit NASCAR-Rennfahrern über den Speedway fliegen

Schon von Weitem war bei der Anreise das Brummen der Motoren zu vernehmen. Das trieb sofort seinen Adrenalinspiegel in die Höhe, vor lauter Aufregung. Auf dem Speedway fahren alle Marken, die Rang und Namen haben unter Sportwagenfans, wie Audi A8, Lamborghini, Ferrari oder AMG-Modelle von Mercedes. Nach einer gründlichen Einweisung und vielen Tipps, dass ein Rennwagen sich nicht fährt wie der Van zu Hause, konnte es endlich losgehen.

Das Gefühl, beim ersten Mal Gasgeben, wenn der Motor aufheult und die Geschwindigkeit den Körper in den Sitz presst, bezeichnet Martin Schranz als unbeschreiblich. Mit einem Profi als Beifahrer konnte nicht viel schiefgehen. In der ersten Runde fuhr Martin Schranz noch etwas verhalten, bevor er dann richtig Gas gab. Das waren volle Konzentration und Adrenalin pur. Am Ende des Events tauschte er mit seinem Beifahrer die Plätze. War Martin Schranz schon rasend schnell unterwegs, so zeigte ihm der Rennfahrer nun, was wahre Geschwindigkeit bedeutet. Durch Kurven driften, mit Highspeed durch die Kurven fahren und dabei die Kontrolle über den Wagen behalten – das sind einige Dinge, die sich nicht nach ein paar Runden lernen lassen.

Bleibende Erinnerung – der Geruch nach verschmortem Gummi

Am Ende war Martin Schranz total begeistert. Nach eigenen Worten war das ein „ganz besonderes Erlebnis, das jahrelang in meiner Erinnerung bleibt“. Der Geruch von verschmortem Gummi, den die Bremsen der Sportflitzer beim Bremsen verursachen, das laute Brüllen der Motoren und der Geruch nach Kraftstoff sind Eindrücke, die bleiben werden. Für ihn hat sich die Fahrt nach Las Vegas und vor allem der Besuch der NASCAR-Rennstrecke im Norden der Stadt ganz besonders gelohnt.

Martin Schranz hebt ab – mit der MiG-29 in die Stratosphäre

Martin Schranz neben der MiG29 zusammen mit dem Piloten des Flugzeugs. Danach ging es über die Wolken. Foto: © martin-schranz.com

Die MiG-29 ist ein russischer Kampfjet, der mit einer Höchstgeschwindigkeit von 2390 Stundenkilometern durch die Lüfte jagen kann. Diese Zahl beeindruckte Martin Schranz ganz besonders, weshalb er unbedingt einmal mit einem solchen Flugzeug abheben wollte. Die Reise zu planen, war etwas aufwendiger. Denn es ist nicht so einfach als ausländischer Abenteurer eine Genehmigung zum Start zu bekommen. Das dauert in der Regel zwischen 65 und 70 Tagen. Da hieß es erst einmal, sich in Geduld zu üben. Abschrecken ließ sich der Wahlschweizer jedoch nicht. Am Ende war er sogar sicher, dass sich die lange Wartezeit auf jeden Fall gelohnt hat. Zur Auswahl standen Kunstflug und Manöver in einer MiG-29, ein Flug in die Stratosphäre und eine Kombination aus beidem. Wenn schon denn schon, sagte sich Martin Schranz und buchte natürlich die Kombi. Dabei ist es auch wichtig zu wissen, dass im Winter die Luft dünner ist. Dann können die Kampfjets sogar noch höher fliegen. Die MiG-29 war auch lange Zeit als Kampfjet bei der deutschen Luftwaffe im Einsatz. Im Deutschen Luftwaffen-Museum gibt es dazu weitere Infos.

Als es endlich so weit war – erst einmal Sicherheitskontrollen und Einweisung

Der Veranstalter betreut seine Gäste sehr gut, von der Ankunft am Flughafen in Nischni Nowgorod bis zur Weiterreise war alles gut durchorganisiert. Am Flugtag kam Martin Schranz nach einer umfangreichen Sicherheits- und Passkontrolle zum Luftwaffenstützpunkt, wo Fotografieren und Filmen absolut verboten sind. Erst nach einem medizinischen Check und einer Sicherheitseinweisung gab es das O. K. für den Start. Als es endlich so weit ist, gibt der Pilot noch letzte Anweisungen, erklärt die wichtigen Anzeigen im Cockpit und bespricht das Flugmanöver.

Vom Start weg ein rasantes Erlebnis

Schon beim Start konnte Martin Schranz die Kraft des Flugzeugs spüren. Die spektakuläre Beschleunigung presste ihn dabei fest in seinen Sitz. Das Allerbeste jedoch war, dass er die MiG-29 selbst steuern durfte. Hoch über den Wolken hatte er die Möglichkeit Loopings und Drehungen auszuführen. Zunächst flog der Pilot alle Kunststücke, um ihm zu zeigen, wie alles funktioniert. Dann durfte er die besten wiederholen. Nach einigen Runden, engen Turns und atemberaubenden Sturzflügen ging es dann zum zweiten Teil des Kombi-Fluges: der Flug in die Stratosphäre. Die Stratosphäre befindet sich bei einer Flughöhe von etwa 17.000 bis 18.000 Metern. Dort ist die Grauzone zwischen Weltall und Erdatmosphäre, wo die Luft immer dünner wird. Von der Stratosphäre aus der Blick auf die Erde ist wunderschön, wenn es plötzlich drumherum dunkel wird – ein wirklich unvergessliches Erlebnis. Zum Abschluss des rasanten Erlebnisses ging es noch in minimalster Flughöhe von 15 bis 20 Metern zurück zum Flugplatz.

Was bleibt ist eine großartige Erinnerung

Einer der Vorteile, Millionär zu sein, liegt darin, dass ab und an einzigartige Erlebnisse auf dem Plan stehen. Für Martin Schranz war insbesondere der Flug in die Stratosphäre besonders eindrucksvoll. 2.400 Stundenkilometer Geschwindigkeit und spektakuläre Stunts sind allerdings nichts für schwache Nerven.