Kino

Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums

Flunkereien – ob notgedrungen, aus Höflichkeit oder als Aprilscherz – gehören gemeinhin zum Alltag. Für den zehnjährigen Matti führen die von Erwachsenen leichtfertig geäußerten Unwahrheiten hingegen zum Umsturz seiner Gedankenwelt. Mit dem Ansinnen, seinen Eltern und dem kleinen Bruder Sami eine Freude zu bereiten, erfindet er ein in der Lotterie gewonnenes Haus im idyllischen Finnland – ohne die Konsequenzen abzusehen.

Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums
Foto: Universum

Je näher der Umzugswagen aber dem vermeintlich neuen Wohnort im hohen Norden kommt, desto unerträglicher wird der Nervenkitzel, den Matti sich da eingebrockt hat – bis das Lügengebäude schließlich doch in sich zusammenfällt.

Die Verfilmung des preisgekrönten, 2011 erschienenen Kinderbuchs des Berliner Autors Salah Naoura überzeugt durch starke schauspielerische Leistungen der Hauptdarsteller und thematisiert neben moralischen Werten auch wichtige Themen wie Artenschutz und Klimawandel. Wenngleich einige der Figuren stark überzeichnet sind, verläuft sich die Handlung niemals ins Absurde, können Kinder wie Erwachsene sich mit den Figuren und ihren Schwierigkeiten identifizieren – und die gewonnene Erkenntnis fürs eigene Leben verwerten: Wenn man nur lang und fest genug daran glaubt, gehen Träume am Ende doch in Erfüllung. 

D/FIN 2017, 94 Min., R: Stefan Westerwelle, D: Mikke Rasch, Nick Holaschke, Sabine Timoteo, Tommi Korpela

Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums