Abenteuerfilm

Max – Agent auf vier Pfoten

Uninspirierter Abenteuerfilm mit dem besten Freund des Menschen

ZITTY-Bewertung 1/6

Mit dem vierpfotigen, nach einem Kriegseinsatz in Afghanistan traumatisierten Titelhelden in „Max: Bester Freund. Held. Retter“ (2015) hat der Belgische Kurzhaarschäferhund (Malinois) in diesem faden Kinderfilm nur die Rasse gemein.

Er kommt als Spür- und Schutzhund ins Weiße Haus, wo er als Aufpasser und Spielkamerad für den zwölfjährigen Sohn des US-Präsidenten dient, der auf Grund seiner exponierten Stellung an Kontaktarmut und Langeweile leidet. Eine interessante Thematik, auf die nicht weiter eingegangen wird. Beim Staatsbesuch des russischen Präsidenten freundet sich der feminin aussehende Knabe mit dessen gleichaltriger Tochter an. Gemeinsam mit Max entlarven sie einen russischen Agenten, der die Abrüstungsgespräche der Staatschefs sabotieren will.

Dreiergespann: TJ, Alex und Max (v. oben)
Foto: Kinostar / Diyah Pera / Warner Bros.

Dem Film mangelt es an Schwung und Charme, er wirkt steril wie das Ambiente im Weißen Haus, die Handlung ist banal, wirklich spannend wird es nie. Die Charakterisierung der Präsidenten bedient Klischeevorstellungen: Der Amerikaner ist ein penetrant freundlicher, verständnisvoller Gutmensch, der Russe eine ruppige Macho-Charge. Max spielt nur eine untergeordnete Rolle und kommt erst spät richtig zum Einsatz. Beim Zuschauer im reifen Alter werden nostalgische Erinnerungen wach an weitaus charismatischere tierische Helden wie den schneidigen Schäferhund Rin Tin Tin oder die kluge Collie-Dame Lassie.

„Max 2 – White House Hero“, USA 2017, 85 Min., R: Brian Levant; D: Zane Austin, Francesca Capaldi, Lochlyn Munro

https://www.zitty.de/event/abenteuer/max-agent-auf-vier-pfoten/