Kino

Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone

Es geht los wie ein Mad-Max-Movie mit der Verfolgungsjagd zweier Geländefahrzeuge, die in einer Einöde einem Eisenbahnzug mit gefangenen Teenagern hinterherrasen. Es folgt ein konfuses Genre-Konglomerat aus Science-Fiction-Dystopie, Action-Thriller und Zombie-Film, mit massenweise Trümmern und flammendem Inferno.

Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone
Foto: 20th Century Fox

Der dritte, abschließendeTeil der „Maze“-Kinosaga basiert nur vage auf der Romanvorlage „The Death Cure“ von James Dashner und lässt Fragen offen, die im Buch geklärt werden. Teeniefilmheld Thomas schlägt sich mit Hilfe einiger verwegener Kameraden und dem tollkühnen Mädchen Brenda durch ins Innere der letzten Stadt in einer verwüsteten Welt, um seinen koreanischen Freund, den „Maze Runner“ Min-ho, zu retten, der für qualvolle Experimente zur Herstellung eines Impfstoffs missbraucht wird. Das ist im Grunde, von einem nur ansatzweise entwickelten Revolutionsdrama abgesehen, auch schon die ganze Story.

Die Charakterzeichnung ist auf Comic-Niveau, weswegen man am Schicksal der Figuren keinen Anteil nimmt. Und so wird die Aneinanderreihung von einigen steril wirkenden emotionalen Momenten und jeder Menge lärmender Actionsequenzen auf Dauer langweilig. Irgendwann sehnt man sich nach dem Ende des überlangen Spektakels, das schließlich zelebriert wird als rührend kitschige Happy End-Zeremonie mit schmalziger Musik.

 Maze Runner: The Death Cure (OT), USA 2018, 139 Min.; R: Wes Ball; D Dylan O’Brian, Kaya Scodelario, Aiden Gillen. Start: 1.2.

https://www.zitty.de/event/action/maze-runner-die-auserwaehlten-in-der-todeszone/

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