Kino

Mein Bester & Ich

Ein Neuaufguss des französischen Publikumserfolgs „Ziemlich beste
Freunde“, diesmal aber made in USA

Die US-Kinogänger sind es nicht gewohnt, Filme in fremden Sprachen oder synchronisiert zu goutieren. Um auf dem dortigen Markt eine Chance zu haben, müssen ­erfolgreiche ausländische Filme oft neu verfilmt werden. Wie nun dieses ­Remake des französischen Megahits „Ziemlich ­beste Freunde“ von 2011.

Die Geschichte ist im Wesentlichen identisch: Ein stinkreicher, seit einem Flugdrachen-Unfall vom Hals abwärts gelähmter Herr (Bryan „Breaking Bad“ Cranston) heuert als Pfleger einen dafür nicht ausgebildeten schwarzen Mann aus einfachen Verhältnissen an. Die Beziehung des ungleichen Paares fruchtet nach einigem Tamtam: Der Pfleger bekommt etwas Kultur verabreicht, der Reiche etwas Coolness und ­Lebensfreude.

Kevin Hart (li.) und Bryan Cranston Foto: Constantin

Das Interessante an diesem im Grunde überflüssigen Remake sind nun die ­feinen Unterschiede zum sehr gelungenen Original. Da fällt auf, dass Kevin Hart die ­Rolle des Pflegers Dell aggressiver anlegt als sein charmanter Vorgänger Omar Sy: Dell kommt aus dem Knast und ist von ­seiner Grundstimmung her viel mehr anti. Und noch eine interessante Änderung: Nicole Kidman spielt die rechte Hand des Milliardärs und ist dabei keineswegs lesbisch wie die Beraterin im Original. Und auf die geniale Musik von Earth, Wind & Fire wurde leider auch verzichtet. Fazit: ein Film, der passabel unterhält, seinem Vorbild aber klar unterlegen ist.

„The Upside“, USA 2018, 126 Min., R: Neil Burger, D: Bryan Cranston, Kevin Hart, Nicole Kidman, Start: 21.2.