Kino

Mein Freund, die Giraffe

In den Niederlanden ist das Kindergedicht vom Jungen Dikkertje Dap höchst beliebt. Als Lied vertont hat es unter anderem der berühmte Barde Hermann van Veen. Die Story gibt sogar genug Stoff her für einen abendfüllenden Familienfilm.

Lauter Erstklässler

Mächtig aufgeregt ist Dominik, so heißt der menschliche Held in der deutschen Version, an seinem vierten Geburtstag. Denn bereits in diesem zarten Alter werden in den Niederlanden die Kinder eingeschult. Dominik glaubt fest daran, dass sein bester Freund Raff, der am selben Tag geboren ist, mit ihm die Schulbank ­teilen wird. Doch Raff ist eine sprechende ­Giraffe im Zoo. Und Giraffen gehen nicht in die Menschenschule. Denn sie wissen alles, was sie wissen müssen, ­behaupten die ­Erwachsenen. Raff und Dominik ­sehen das anders, und letzterer lässt sich ­diverse Tricks einfallen, wie er Schule und Giraffe unter einen Hut bekommt.

Für Kinder ist die mit sympathischen Darstellern flockig inszenierte Geschichte ein spaßiges Abenteuer, in dem auch melancholische Töne anklingen. Zwar kommt die Geschichte recht brav daher, trotzdem bietet der Plot auch Erwachsenen so manche Anregung, ihre scheinbar unumstößliche Regelwelt zu hinterfragen. Eine ­Giraffe in der Schule – das geht wirklich nicht. Oder doch? 

„Dikkertje Dap“, NL/B/D 2017, 74 Min.,  R: Barbara Bredero, D: Liam De Vries, ­Martijn Fischer, Dolores Leeuwin, Medie Broekman

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