Berlin

Mile 22

22 Meilen ist die US-Botschaft eines fiktiven Landes vom Flughafen entfernt. Diese Strecke müssen der US-Agent James Silva (Mark Wahlberg) und sein Team überwinden, um den schwer zu durchschauenden Li Noor (Iko Uwais) an Bord eines Fliegers zu bringen, der Li außer Land und in Sicherheit bringt – erst dann wird er einen Code verraten, der zum Standort diverser schmutziger Bomben führt. Doch nicht nur die Regierung des Landes will Li wegen Geheimnisverrats an den Kragen, auch ein ebenfalls höchst undurchsichtiges russisches Einsatzkommando ist an dem Spiel beteiligt, an dessen Ende sehr viel Blut geflossen sein wird.

Lange Zeit wirkt der von Peter Berg in atemloser Rasanz inszenierte Thriller wie eine nur leicht übersteigerte Version der Realität. Eine Realität, in der Spezialeinheiten der Geheimdienste mit High-Tech-Methoden und äußerster Skrupellosigkeit Probleme lösen – und manchmal neue schaffen. So fasziniert Berg dabei offensichtlich auch von der Militär- und Geheimdiensttechnik ist, ist er doch nie so patriotisch wie es zuletzt Filme wie „12 Strong“ oder „13 Hours“ waren. Wie schon in seinem hervorragenden Film „Boston“ über den Anschlag auf den Marathon deutet er immer wieder die möglichen Gefahren einer Geheimdienstwelt an, die so sehr von ihren eigenen Fähigkeiten überzeugt ist, dass sie mögliche Gefahren ignoriert. „Unknown unknows“ nannte das Donad Rumsfeld in einem lichten Moment, Bedrohungen, die man noch nicht einmal ahnte.

Mile 22
Mile 22
Foto: Universum

Dass Berg zum Ende von „Mile 22“ manches Mal lieber überdrehte, oft ultrabrutale Action inszeniert und etwas die Bodenhaftung verliert, muss man bedauern, denn über weite Strecken erzählt er auf atemberaubende Weise von den Methoden und Abgründen militärischer Spezialeinheiten, die unsere Welt oft stärker prägen, als uns bewusst ist.

USA 2018, 100 Min., R: Peter Berg, D: Mark Wahlberg, Start: 13.9.

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