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Mutzenbacher am See

Was ist das?

Die kleine Schwester des „Schnitzelpuffs“, wie das Friedrichshainer Lokal von Franz Josef Steiner einst feinsinnig betitelt wurde. Seit diesem Sommer werden jetzt auch im tiefsten Südosten Berlins am Ufer des Krossinsees alpenländische Gerichte gereicht: in einem luftigen, latent saalartigen Holzbau mit um so feinerer Terrasse samt See- und Stegblick.

Was isst man am besten?

Am besten, man kommt mit dem Boot: Mutzenbacher am See
Foto: Mutzenbacher am See

Wiener Schnitzel vom, was sonst, Kalb. Damit macht man hier, wenn es denn auf der wechselnden Karte steht, schon ziemlich viel richtig. Mit einer Kürbiskernpanade, die luftig wie ein Sommerwolkenhimmel über dem dünn geschnittenen Fleisch schwebt. Der korrespondieren Kartoffel- und Gurkensalat in der Schale, mit Charlotten angemacht und regelrecht im Öl badend, kann süßlich und sauer. Auch die Sparerips aus dem Smoker haben Charakter: akzentuiert, zart und mit einem mit etwas Schnittlauch angemachten Coleslaw.

Wie kommt man hin?

Am besten mit der Jacht und auf dem Seeweg. Der Liege-Steg für die Boote wäre, wir sagten es bereits, direkt vor der Terrasse. Ein Tretboot tut’s zur Not auch. Übers Land geht es über einen Campingplatz, wo die Zelte, Wohnwagen und Bungalowbutzen – einer wohnt sogar in einem umgebauten Linienbus – einen gewissen Kontrapunkt zum durchaus propperen Mutzenbacher setzen. 

Wernsdorfer Str. 38, Köpenick, Tgl. 12-22 Uhr
www.mutzenbacher-berlin.de