Psychothriller

Nach einer wahren Geschichte

Delphine ist erschöpft. Der letzte Roman der Schriftstellerin war ein Erfolg, aber die Lesetournee empfindet sie zunehmend als Qual. Da kommt ihr eine Leserin, die sie mit ein wenig Empathie wieder aufbauen kann, gerade recht. Elle ist zudem selbst Autorin, allerdings als Ghostwriterin. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?

Nach einer wahren Geschichte
Foto: Carole Bethuel/Studiocanal GmbH

Jedenfalls vertraut sich Delphine der ­Jüngeren an. So wird Elle zur einzigen ­Vertrauten von Delphine, hilft ihr in ­praktischen Dingen, meint allerdings auch zu wissen, wie ihr neues Buch aussehen sollte. Schließlich schlägt sie sogar vor, anstelle Delphines eine Lesung in der Provinz zu übernehmen.
Der Autor und sein größter Fan – ­dabei denkt man sofort an Stephen Kings ­„Misery“. Mit „Nach einer wahren Geschichte“ bewegt sich Roman Polanski auf vertrautem Terrain: Kammerspiele um Macht mit Manipulationen und dem Verschwimmen der Grenzen von Realität und Fantasie – fast hat es den Anschein, als würde der neue Film sein Gesamtwerk bündeln. Der Ko-Autor Olivier Assayas hat zudem in seinen letzten Filmen „Die Wolken von Sils Maria“ und „Personal Shopper“ ähnliche Themen bearbeitet. Lange Zeit bleibt alles in der Schwebe, schlägt schließlich einen Haken, der eine Umkehrung der Rollen andeutet. Leider ist die Auflösung dann eher enttäuschend.

„D’après une histoire vraie”, F 2017, 101 Min., R: Roman Polanski, D: Emmanuelle Seigner, Eva Green, Vincent Perez

Nach einer wahren Geschichte (2018)

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