Gastro-Doku

Noma

René Redzepi und sein Weltklasse-Restaurant

ZITTY-Bewertung: 5/6
ZITTY-Bewertung: 5/6

Alles, womit das beste Restaurant der Welt den Gast verzaubert, hat mit der Zeit zu tun und dem Ort, an dem er gerade isst. Die Spitzenköche des Noma verstehen sich als Schnittstelle, wenn sie hier täglich neue Kreationen aus allem schöpfen, was Skandinavien zu bieten hat.

NomaFoto: Pierre Deschamps
Noma
Foto: Pierre Deschamps

2003 nistet sich das Noma in einem alten Speicherhaus ein. Es schreibt sich eine neue nordatlantische Küche auf die Fahnen und wird erst mal als „Fischtranbude“ und „Robbenficker“ verlacht. Doch Küchenchef René Redzepi lässt sich nicht entmutigen. Er sucht nach dem puren Geschmack des Nordens und findet ihn in Moosen, Pilzen, Algen, Birkenwasser, Wildrosen, alten Gemüsesorten oder Seeigeln. „Als Koch entwickelst du eine Sprache. Du brauchst ein Alphabet für deine Sätze. Die Zutaten sind dein Alphabet. Je mehr du davon hast, desto schöner wird die Prosa“, bemerkt er in diesem Dokumentarfilm. Regisseur Pierre Deschamps ist jenen besonderen Momenten auf der Spur, wenn seltsame Kombinationen -etwas ganz Besonderes ergeben.

Der Film beginnt 2012, als das Noma bereits zum dritten Mal zum weltbesten Restaurant gekürt wird. Ein Jahr später hagelt es Rückschläge: Norovirus, Umbau, Abstieg des Restaurants in der Weltrangliste, kein dritter Stern vom Guide Michelin. Wie verkraften das erfolgsverwöhnte Naturen? Redzepi, noch keine 40, lässt sich nicht so leicht unterkriegen.

„Noma – My Perfect Storm“, GB/DK/E/D 2015, 99 Min., R: Pierre Deschamps

Noma: Ein Blick hinter die Kulissen des besten Restaurants der Welt

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