LANGE NACHT

Open Space

Zwölf Stunden Figurenthea­ter nonstop: Die Schaubude gibt eine Leistungsschau der Vielfalt ihres Genres

Maskentheater: Sonia Franken in „Bird“ – Foto: Sonia Franken

Ihre Spielzeit beendet die Schaubude nach dem erfolgreichen Debüt im vergangenen Jahr wieder mit ihrem Marathonformat „Open Space“. Das gerade mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnete Theater öffnet das gesamte Haus und alle Bühnen und Spielflächen darin für eine „Lange Nacht der Puppen- und Figurentheater Berlins“.

Die Lange Nacht beginnt hier freilich schon am frühen Nachmittag mit Kindervorstellungen. Insgesamt zwölf Stunden lang gibt es einen Dauerlauf von Stücken und Showcases zwischen 15 und 50 Minuten Länge. Insgesamt 17 Inszenierungen, szenische Experimente, Theaterinstallationen, Puppen-Comedy, Filme und Walk Acts für Kinder und Erwachsene, bei denen Spieler und Publikum sich ohne Bühnenrampe begegnen.

Eine thematische Klammer oder Schwerpunktsetzung gibt es nicht. Anything goes. Mit dabei sind alte Hasen der Figuren- und Objekttheaterszene wie Maria Mägdefrau, ­Peter ­Waschinsky (der kürzlich sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feierte) und Sonia Franken.

Letztere zeigt ihre Maskenperformance „Bird – My reputation is your guarantee“, die sie mit dem portugiesischen Elektromusiker Paulo Santiago erstellt hat. Aber es gilt auch neue Talente zu entdecken – und abzustimmen. Denn zum Abschluss wird um ein Uhr nachts der „Preis des Publikums“ verliehen. FRIEDHELM TEICKE

1.7., 13–1 Uhr, Schaubude Berlin, Greifswalder Str. 81-84, Prenzlauer Berg. Eintritt je 5 €, Open-Space-Pass 20 €