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Oper – L’opéra de Paris

Direktor und Putzfrau, Dirigent und Friseuse, Sänger und Choreograf – der Schweizer Regisseur Jean-Stephane Bron wirft einen Blick hinter die Kulis­sen der beiden Spielstätten der ­Pariser Oper, ­unkommentiert – und auch ohne ­seine Protagonisten jenseits dessen ­vorzustellen, was man aus ihren Gesprächen ­heraushören kann.

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Foto: KOOL Filmproduktion

Die Machart drängt den Vergleich mit den Werken Frederick Wisemans auf, auch, weil dieser mit „La Danse“ (2009) bereits einen Film über das Ballett der Pariser Oper gedreht hat. Doch Wiseman gibt seinen Filmen einen Überbau: Er analysiert, wie eine Institution funktioniert, um sie dann als Mikrokosmos für die Gesellschaft zu betrachten.

Dieser Aspekt fehlt in Brons Film, er will aufzeigen, wieviele Rädchen in einem Theaterbetrieb ineinandergreifen und womit man zu kämpfen hat. Da überlegt Operndirektor Stephane Lissner, wie er den Gewerkschaften die Stellenstreichungen beibringt. Oder man benötigt einen Ersatz für einen erkrankten Sänger. Oder die Mitarbeiter versuchen, einen massigen Stier für eine Schönberg-Oper auf die Bühne zu bringen. Mit Lissner, dem musi­kalischen Direktor Philippe Jordan und dem jungen russischen Bariton Mikhail Timoschenko hat der Film dabei drei wiederkehrende Protagonisten, deren Arbeit man gern verfolgt. Das ist unterhaltsam, aber nicht immer konzentriert und stets etwas anekdotisch. 

„L’opéra“, F/CH 2017, 106 Min., R: Jean-Stephane Bron, Start: 28.12.

https://www.zitty.de/event/dokumentarfilm/oper-lopera-de-paris/

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