Kinderfilm

Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes

Im Dörfchen Murmlikon bei Familie Moll herrscht heimelige Idylle. Doch ausgerechnet als Mama Moll übers Wochenende verreist, läuft alles aus dem Ruder. Papa Moll muss Überstunden in der Schokoladenfabrik schieben, gleichzeitig soll er auf die beiden Kinder des Direktors Stuss aufpassen. Die wiederum spielen den drei Moll-Sprösslingen Willi, Evi und Fritz ständig fiese Streiche. Ein Zirkusbesuch gerät zum trubeligen Slapstick-Reigen, bei dem auch noch die Sensation des Zirkus abhanden kommt: der Titel gebende fliegende Hund.

Foto: Polyband

In der Schweiz sind die Geschichten um Papa Moll und seiner drei Kinder Kult, und das schon seit 66 Jahren. Die Macher sind sichtlich bemüht, die Kinoversion möglichst nah am Original zu halten. Das muss man erst einmal schlucken, denn Weltsicht und Familienbild stecken tief in den 50ern fest: Der Papa schuftet hart, während die Mama daheim fürs Essen sorgt.

Gelöst wird das Gender-Dilemma im Film durch Übertreibung: Die quietschbunte Dorf-Welt mutet märchenhaft an, vor ­allem die Mütter-Figuren werden als hysterisch kreischende Weiber überzeichnet. Nimmt man das als satirische ­Elemente hin, bleibt ein quirliges Abenteuer, das auch ernste Fragen um kindliches und erwachsenes Rechtsempfinden zum Thema macht. ­Stefan Kurt stellt dabei erneut sein komödiantisches Talent für Familienfilme unter Beweis.

CH 2017, 90 Min., R: Manuel Flurin Hendry, D: Stefan Kurt, Luna Paiano, Maxwell Mare, Martin Rapold

Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes

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