Kino

Papillon

1978: „Papillon“ im Schwäbisch Gmünder Kino. Mit 14 Jahren hatten meine Begleitung und ich uns sehr erwachsen angezogen, um die „Ab 16“-Hürde zu überwinden – mit Erfolg. Wir sahen: einen unendlich coolen Steve McQueen, einen cleveren Dustin Hoffman und viel Männerschweiß. Mutig, so ein Remake eines zeitlosen Klassikers. Die erste richtige Entscheidung von Regisseur Michael Noer: Er versucht erst gar nicht, der legendä­ren autobiografischen Romanvorlage Henri Charrières etwas Moderne aufzuzwängen, das Thema altert sowieso nicht: der Freiheitsdrang des Menschen.

Gefangene: Rami Malek & Charlie Hunnam
Foto: Constantin Film

Im Paris der 1930er-Jahre ist Henri „Papillon“ Charrière zwar ein Dieb, aber kein Mörder. Doch für Mord wird er verurteilt und auf eine Strafkolonie in Französisch-Guayana verbannt. Mitgefangener: der Fälscher Louis Dega. Den dünnen Typen gilt es zu beschützen, dafür soll Dega die Finanzen kontrollieren. Schmiergelder zur Flucht natürlich, Papillon will weg.

Mal abgesehen vom Prolog in Paris hält sich der Film recht genau an die Erstverfilmung. Erneut wird Papillon bei der Flucht erwischt, landet in Einzelhaft – und lässt sich nicht unterkriegen. Klassischer Abenteuerstoff. Charlie Hunnam („King Arthur“) und Rami Malek (bald als Freddie Mercury in „Bohe­mian Rhapsody“) machen ihre Sache gut, ersterer darf seinen Astralkörper ausstellen.

USA 2018, 133 Min., R: Michael Noer, D: Charlie Hunnam, Rami Malek, Start: 26.7.

Infos und Termine

Papillon (2018)

Facebook Kommentare

[fbcomments]