Biopic

Peggy Guggenheim

Das bunte Leben der legendären Kunstsammlerin und Galeristin

ZITTY-Bewertung: 3/5
ZITTY-Bewertung: 3/5

Immer wieder finden Künstler-Dokus ihren Weg ins Kino, soeben etwa der sehr bewegende Bericht über Eva Hesses viel zu kurzes Leben. Filme über Galeristen indes gibt es weit weniger. Was schade ist, sind sie doch die oftmals treibende Kraft im Hintergrund. An der großen Peggy Guggenheim freilich, Sammlerin, Galeristin und wichtige Förderin der Avantgarde des 20. Jahrhunderts, kommt auch das Kino nicht vorbei. Weshalb es jetzt die Dokumentation von Lisa Immordino Vreeland gibt, die das Leben der amerikanischen, 1898 in New York geborenen und 1979 in Italien verstorbenen Kunstmäzenin beleuchtet.

Peggy Guggenheim

 

Ausgangspunkt des Films sind bisher verschwunden geglaubte Tondokumente von Interviews mit Peggy Guggenheim aus den Jahren 1978 und 1979; es sind dies die letzten Aufnahmen vor ihrem Tod. Recht schnell kommt Peggy in einem dieser O-Töne auf die beiden Leitmotive nicht nur ihres Lebens, sondern auch dieses Films zu sprechen: „Es ging nur um Kunst und Liebe“.

Und so erzählt die Doku nicht nur davon, wie wichtig Peggys Tun für Künstler wie Jackson Pollock, Max Ernst oder Mark Rothko war. Immer wieder sind auch ihre Affären und Beziehungen Thema: „Ich war wohl eine Art Nymphomanin.“ Genretypisch und ein wenig ermüdend, dass unzählige Experten, Künstler, Kuratoren und Wegbegleiter zu Wort kommen. Aufhorchen aber tut man, als plötzlich ein Robert De Niro im Bild erscheint, der von seinen Eltern erzählt, die beide bei Peggy Guggenheim ausgestellt haben.

USA/GB/I 2015, 92 Min., R: Lisa Immordino Vreeland
Wo läuft „Peggy Guggenheim§ im Kino?