Kino

Plötzlich Familie

Regisseur Sean Anders weiß, wovon er ­erzählt: Mit seiner Frau hat er sich vor ein paar Jahren gleich drei Adoptivkinder ins Haus ­geholt. „Plötzlich Familie“ ist nun so ­etwas wie das Destillat aller Erfahrungen, die Anders als Adoptivvater hat machen dürfen. Und hat machen müssen.

Zwar gibt es auch hier die bereits aus ­anderen Anders-Filmen (zuletzt: ­„Daddy’s Home 2“) bekannten Albernheiten (wie ein brennendes Weihnachtsmenü). Sean Anders macht aber immer wieder deutlich, wie viele Probleme auf Adoptiv­eltern warten. So lachen sich auch Pete (Mark Wahlberg) und Ellie (Rose Byrne) gleich drei Kids auf einmal an: die 15-jährige Lizzy mit ihren kleinen Geschwistern Juan und Lita. Juan tritt in jedes Fettnäpfchen, Lita hat spezielle Essgewohnheiten, die pubertierende Lizzy hält sich ohne Unterlass am Handy fest.

Plötzlich Familie
Foto: Paramount / Hopper Stone SMPSP

Rührend, wie sich Ellie und Pete ihren neuen Aufgaben als Pflegeeltern stellen; wie etwa er sich darüber freut, erstmalig aus einem Kindermund ein an ihn gerichtetes „Daddy“ zu hören. Isabela Moner ist wunderbar als renitente Teenagerin, Wahlbergs Rolle indes – mit Holzfällerhemd stolpert er als Mischung aus bad guy und bestem Vater der Welt breitbeinig über die Leinwand – scheint dem muskulösen Bostoner etwas zu sehr auf den Leib geschrieben.

„Instant Family“, USA 2018, 117 Min., R: Sean Anders, D: Mark Wahlberg, Rose Byrne, Isabela Moner, Start 31.1.

https://www.zitty.de/event/komoedie/ploetzlich-familie/

[Fancy_Facebook_Comments]