Festival

Potsdamer Tanztage

Rund um die Themen Zerstörung und Entstehung kreisen die Gastspiele des Internationalen Tanzfestivals

Massentanz: Sylvain Émards „Le Grand Continental“ – Foto: Robert Etcheverry

Mit ihrem Vorspiel setzen die diesjährigen Potsdamer Tanztage gleich ein Statement. Rund 150 Amateurtänzerinnen und -tänzer aus Potsdam, Stahnsdorf, Teltow, Michendorf und Berlin hat der franko­kanadische Tänzer und Choreograf ­Sylvain Émard für seine Performance „Le Grand Continental“ gecastet, die in einer Mischung aus Line-Dance und zeitgenössischem Tanz den Lustgarten (26.5.) sowie die Schiffbauergasse (27.5.) betanzen werden.

Émard gilt als Spezialist für großformatige Gruppenchoreografien mit Amateuren. Das Spektakel läutet als Prolog nicht nur die Tanztage ein, sondern will auch den 1025. Geburtstag Potsdams feiern.

„Monstres“ von DeLaVallet Bidiefonox (Kongo) – Foto: Christophe-Pean-Photography / WORK872017CP

Unter dem Motto „Zerstörung und Entstehung, Körper und Krise“ bringen die Potsdamer Tanztage internationale Performances und Choreografien in die Landeshauptstadt, darunter zur Eröffnung „Monstres, on ne danse pas pour rien“ von DeLaVallet Bidiefonos Compagnie Baninga aus dem Kongo.

Ein besonderer Schwerpunkt des Festivals ist die Retro­spektive über das Werk der französischen Choreografin Martine Pisani, eine Pionierin der Schönheit des nicht trainierten Körpers im Tanz, deren imperfekte Choreografien vom Glück des Stolperns, der „Poesie des verpassten Schrittes“ erzählen. Vom Glück der Erschöpfung erzählt ­Manuel Roque im Hochleistungstanz „Bang Bang“ zwischen Urknall-Theorien und körperlichen Grenzen. -ICKE

26.5.–10.6., fabrik Potsdam, Schiffbauergasse 10, Potsdam. www.potsdamer-tanztage.de