Frischluft

Project Space Festvial

Frische Luft: Das Project Space Festival läuft bis Ende Juni. Dieses Jahr also nicht nur früher, sondern auch in neuem Rahmen: Es geht hinaus in die Stadt mit ihren Parks

Das Project Space Festival findet dieses Jahr schon im Juni statt. Doch ähnlich wie im August 2018 lassen sich die diesjährigen – früheren – Sommerschulferien mit neuen Eindrücken überbrücken: Bis Ende Juni präsentiert sich die Berliner Projektraum-Landschaft unter dem Slogan „When The Hunger Starts“ täglich. Das Konzept der vorigen Jahre, dem entsprechend jeder der ausgewählten Projekträume einen Tag lang das Programm gestaltet, wird also fortgeführt.

©Image courtsey of Marta Trektere and 427 - Painless Youth
Marta Trektere and 427 – Painless Youth, 2019
©Image courtsey of Marta Trektere and 427 – Painless Youth


Mit über 120 teilnehmenden Künstlerinnen und 30 Interventionen im Stadtraum erforschen die Teams der beteiligten Projekträume ihre Nachbarschaften. So bietet das Netzwerk Union für die Panke Gallery am 16. Juni in Mitte einen Workshop für angemeldete Interessierte: Hier geht es um Schnittpunkte von Kunst, Rollenspiel und Experience Design, also Design auf ­Basis von Nutzererfahrung. Pflanzen, herumliegender Müll und Luft sollen eine tragende Rolle spielen.

Besuch aus dem Baltikum

Neben 20 Projekträumen aus Berlin sind neun Räume unter anderem aus London, Riga, Breslau oder Vilnius eingeladen. So will der Wiener Gomo Artspace am 20. Juni im Neuköllner Körnerpark eine Lese-Ausstellung („Reading-Exhibition“) mit dem Titel „As if falling under a spell“ veranstalten. Auch auf Tzvetnik aus Moskau, 427 aus Riga (Foto) und Poşe aus Istanbul darf man gespannt sein: Bei ihnen lassen sich Berliner Orte mit den Augen von Künstlerinnen aus anderen Städten erkunden. So will Rolandas Marcius aus Klaipeda, der an der Gruppenschau des litauischen Projektraums si:Said Gallery teilnimmt, die Rummelsburger Bucht auf die Farbe Grün hin untersuchen und neu erlebbar machen. „Verdure“, also Gemüse, lautet der Titel seiner Arbeit.

Mit Zeitung echt auf Papier

Berliner Teilnehmende bringen ebenfalls neuen Schwung, etwa das Straßenmagazin Arts of the Working Class. Es veröffentlich ein Extrablatt zum Festival, das dank seiner Verkäufer*innen in ständiger Bewegung durch die Stadt ist. Die Teilnahme der Zeitschrift verdeutlicht: Ein fester Raum ist kein Kriterium mehr für das Project Space Festival. LORINA SPEDER
Bis 30.6.: täglich, verschiedene Orte, Eintritt frei,
2019.projectspacefestival-berlin.com