Preis der Projekträume

Project Space Award

Zur Berlin Art Week gibt es Neues aus der Kulturpolitik: Bald sollen Projekträume sicherer planen können

©Kotti l'Amour / Kotti Shop
Kotti Shop: „The Nail, The Colours, The Mast“ in der Reihe “Kotti L’amour“, 2012,
©Kotti l’Amour / Kotti Shop

Der Preis für die Berliner Projekträume und -Initiativen wird am 13. September zum letzten Mal in der bisherigen Form verliehen. Noch einmal erhalten 20 Räume und Initiativen, über die eine Jury entschied, ein Preisgeld von je 37.000 Euro, flankiert von einer Feier, dieses Mal im Weddinger Humboldthain Club, und einer gemeinsamen Ausstellung bei Kunstpunkt in der Schlegelstraße. Parallel präsentieren die Gewinner*innen ihre Räumen oder digital ihre Vorhaben.

Für 2020/21 dagegen bringt die Senatskulturverwaltung einen Vorschlag in die Haushaltsdebatte, der nur noch fünf Preise von je 20.000 Euro vorsieht, dafür jedoch eine zweijährige Basisförderung. Für sie sollen pro Jahr rund 800.000 Euro zur Verfügung stehen. Sie können sich auf je 15 bis 20 erfolgreiche Antragsteller*innen verteilen, die bis 26. September bei der Senatsverwaltung eingereicht haben müssen. So soll den Initiativen Planungssicherheit ermöglicht werden. 

Damit kommt das Haus von Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) dem Netzwerk freier Berliner Projekträume und Initiativen entgegen, das ein „Drei-Säulen-Modell“ favorisiert: eine Kombination aus Basis- und Projektförderung plus Preise. Der Vorteil des Preisgeldes: Über seine Verwendung müssen die Gewinnenden keine Rechenschaft ablegen. Das künftige Modell wird den Arbeitsaufwand also vergrößern, spiegelt jedoch die Professionalisierung der freien Szene. Mit der Teilung des Förderbudgets sei man, so heißt es beim Netzwerk, „der Sicherung der einzigartigen künstlerischen Freiräume in Berlin ein großes Stück nähergekommen“. Claudia Wahjudi

Preisfeier: 13.9., 19.30 Uhr, Humboldthain Club, Hochstr. 46, Wedding

Ausstellung „Re-Space“: Kunstpunkt, Schlegelstr. 6, Mitte, Eröffnung: 12.9., 19 Uhr
13.–15.9.: 13–19 Uhr, 19.9.–13.10.: 15–19 Uhr. Radtouren zu den Preisträger*innen:
www.projektraeume-berlin.net

Zur Serie

Zur Berlin Art Week 2019