Serie Projekträume #7

Hilfe bei Mietproblemen: District

Das Kunst- und Kulturzentrum ­District kämpft um Perspektiven – und hat gerade ein wenig gewonnen

„Fragend schreiten wir voran“: So endet der offene Brief, den das Schöneberger queer-feministische Kunst- und Kulturzentrum District zur Verleihung des Preises für Projekträume und –initiativen im September veröffentlicht hat. Es geht um die Frage, wie es weitergehen soll.

© Imayna Caceres
Aus dem Projektraum District: Grafik zu dem Projekt ‚Wissen über Brücken – Conocimiento sobre puentes‘. © Imayna Caceres

Seit zehn Jahren trägt District zur Kultur der Stadt bei. Dafür haben zuletzt große Räume nahe des Bahnhofs Südkreuz zur Verfügung gestanden. Hier sind Diskussionen, Ausstellungen und ­Lecture Performances geboten worden, die sich unter anderem mit Gender und Sprache auseinandersetzten oder mit der Verbindung von staatlicher Gewalt und Architektur. Die bisherige Förderung durch die Vermieterin der Malzfabrik wird jedoch 2020 reduziert. Das Preisgeld von 37.000 Euro kommt da zwar gerade rechtzeitig, doch die existenzielle Bedrohung wird damit nicht abgewendet.
Deshalb will das Team nun Flächen gemeinsam mit anderen Kulturprojekten erhalten und zudem in der Stadt aktiv sein. Wie beim Yoggaton, ­einer von der Künstlerin und Tänzerin Maque ­Pereyra entwickelten Reihe von ­Körperübungen aus Yoga und Reggaeton. Ein Workshop fand Mitte September im Salon der Amerika-­Gedenkbibliothek statt. Für weitere Termine und das begleitende ­Forschungsprojekt zur „Yoggaton“-Reihe können sich Interessierte online anmelden. Am 6. Oktober, 11 Uhr, spricht die Autorin Yuderkys Espinosa Miñoso.

Bis 10.11.: www.district-berlin.com

Zur Serie: