Raus mit dem Rad!

Fahrradatlas Brandenburg

Die 12 schönsten Touren für jede Stimmung – Brandenburg erfahren: vom Liepnitzsee bis Schloss Lübben, an Bächen und alten Bahntrassen entlang, durch einsame Wälder und malerische Stadtkerne

Jede Saison steigen wir aufs Rad und durchqueren Brandenburg.

Jedes Mal entdecken wir neue Wege und hübsche Orte. Die schönsten haben wir zusammengestellt. Viel Spaß beim Mitfahren!

Für Wasserratten

Schwimmen im Schlossgarten

„Westlich von Spandau lockt ein dünn besiedeltes Brandenburg mit wunderschönen Badestellen.“

Bei der Döberitzer Heide lockt ein kleiner Streichelzoo. Er ist ist Teil von Karls Erlebnishof. Die Sielmannstiftung hat ihr Freigelände geschlossen.
Foto: Flickr

Der erste See scheint Welten entfernt zu sein. Denn erst geht es durch die Prärie. Hinter Elstal beginnt die Döberitzer Heide, ein ehemaliges Militärgebiet, in dem die Heinz-Sielmann-Stiftung Wisente ausgesetzt hat. Sehen kann man den europäischen Bison leider nicht: Die scheuen Tiere leben in einer eingezäunten Wildniskernzone. Dennoch geizt der erste Abschnitt nicht mit optischen Reizen. Es geht am Olympischen Dorf vorbei und den letzten Resten der Löwen-Adler-Kaserne. Einige Wege führen an den Rand der Kernzone, diese sind aber mit normalen Rädern nur schlecht zu befahren, da sehr sandig. Über Prierort führt unsere Tour daher nach Buchow-Karpzow und damit zum Wasser an den Havelkanal. Die Gegend ist kaum besiedelt. Schwer zu glauben, dass Berlin und Potsdam nur wenige Kilometer entfernt sind. Die Nähe zur Stadt zeigt sich zum ersten Mal in Marquardt, mit dem herrschaftlichen, aber leerstehenden Schloss. Zahlreiche Boote sind auf dem Wasser unterwegs. Dennoch ein wunderbarer Ort zum Baden und Entspannen. Zwanzig Kilometer sind es noch bis Potsdam mit seinen beeindruckenden, im Vergleich zu Marquardt besser in Schuss gehaltenen Schlössern. Martin Hildebrandt

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Rund um den Lübbesee

„Wir umrunden einen der schönsten Seen im Norden Brandenburgs und landen in einer Hofwirtschaft mit fantastischer Küche.“

Unweit des Seehotels lockt Templins größte Badewiese. Die Wasserqualität des Lübbesees ist ausgezeichnet. Ein guter Ort für eine erste Rast.

Tausende Seen soll es im Norden Brandenburgs geben. Wer in Templin startet, glaubt das sofort. Egal in welche Himmelsrichtung der Radler fahren würde, er käme stets an ein Gewässer. Für diese Tour soll es der Lübbesee sein. Etwa zwei Stunden dauert eine Umrundung netto. Brutto sehr viel mehr, denn es warten diverse Bademöglichkeiten auf den See-Umrunder. Und eine Hofwirtschaft, die sich als eines der besten Restaurants in Brandenburg entpuppen wird. Der asphaltierte Radweg führt anfangs durch einen herrlichen Misch- und Buchenwald. Zwischen den Blättern lugt immer wieder der See hindurch. Das Wasser ist glasklar. Daher empfiehlt es sich, gleich die großzügige Badewiese von Templin zu nutzen. Die nächste gute Badegelegenheit erreichen die Radler in Ahlimbsmühle auf halber Strecke. Ab dort geht es gen Norden nach Petersdorf mit der kleinen Hofwirtschaft, an der man auch zelten darf und die vom ehemaligen Koch des Restaurants zur Eisenbahn in Ringenwalde betrieben wird. Unbedingt Rast einplanen! Nach rund fünf Kilometern rückt der See mit seinem bewaldeten Ufer wieder ins Blickfeld. Nur noch wenige Meter bis Templin mit seinen vielen Strandbädern. Martin Hildebrandt

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Die fünf Seen-Tour nach Bernau

„Von Oranienburg nach Bernau ist zwar gefühlt fast noch Berlin, optisch aber janz weit draußen. Eine Tour mit viel Wasserkontakt.“

Der Liepnitzsee gehört zu den beliebtesten Seen in Brandenburg. Entsprechend voll wird es am Wochenende.
Foto: Steffen Lehmann

Gleich mehrere der beliebtesten Badeseen nördlich von Berlin liegen an dieser hübschen Radtour: der Liepnitzsee, der Wandlitzsee und der Stolzenhagener See. Die Strecke hat aber auch noch einen weiteren Vorteil: Start und Ziel liegen jeweils an einer S-Bahn-Station und damit im Tarifbereich C. Dennoch fühlt sich der Radfahrer wie in Schweden, nicht im Speckgürtel von Berlin. Bereits in Oranienburg bietet sich die erste Gelegenheit für ein erfrischendes Bad im Lehnitzsee. Auf dem Oder-Havel-Kanal schippern die Boote zur Ostsee. Urlaubsstimmung. Vergnügt geht es nach Wandlitz. Am Grabowsee wird es noch etwas ruhiger. Eine ehemalige Lungenklinik dämmert vor sich hin. In Schmachtenhagen traben Pferde über die Weide. „Rund um Berlin“ heißt der beschilderte Radweg und führt auf insgesamt 330 Kilometer um die Stadt. Nach 30 Kilometern ist für uns erstmal Schluss. Wir springen in den Liepnitzsee. Erholen uns. Erst zum Abend brechen wir nach Bernau auf. Zehn Kilometer fahren wir die Wandlitzer Chaussee entlang zur S-Bahn. „Hier müsste man wohnen“, sagt unsere Begleitung“. Wie recht sie hat. Martin Hildebrandt

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Für Genießer

Zum Gourmet-Restaurant in Woltersdorf

„Berlin wirkt an seinen Außenbezirken bereits wie Brandenburg. Und hat auch für Freunde der Kulinarik einiges zu bieten.“

Der Müggelsee ist ziemlich flach. Daher ist er bei Familien als Badegewässer beliebt.

Zugegeben. Diese gemütliche Radtour führt eher durch Berlin, als durch Brandenburg. Aber – ist Berlin nicht eine Stadt in Brandenburg? Nach Metropole fühlt es sich jedenfalls nicht an, wenn man von Köpenick am Müggelsee vorbei nach Erkner radelt. Die Häuser sind klein, die Gärten dafür groß. Die gut ausgebaute und asphaltierte Strecke wird zwar auch von Fußgängern genutzt, aber aufgrund der Breite des Europaradweges 1 kommt man sich kaum in die Quere.  Unser Ziel für diese, auch für ungeübte Radfahrer geeignete Strecke, ist das Restaurant Schönblick in Woltersdorf. Optisch kein Highlight, aber das Essen! Ralf Achilles, Inhaber und Koch, schafft den schwierigen Spagat zwischen brandenburgisch bodenständig und gehoben international. Seine Küche ist frisch, leicht und gesund. Und nur noch drei Kilometer sind es am Ende bis zum S-Bahnhof Rahnsdorf, wo das Berliner Stadtgebiet beginnt (Tarifbereich B). Wir lassen uns also mit der Einkehr Zeit, genießen den Nachtisch und ein extra Gläschen Wein. Herrlich! Martin Hildebrandt

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Zum Gasthof in Annenwalde

„Annenwalde ist ein Bilderbuchdorf in der Uckermark. Etliche Künstler haben sich in dem beschau­lichen Ort niedergelassen.“

Der Gasthof „Zur Kleinen Schorfheide“ in Annenwalde ist der ideale Ort für eine Rast bei einer Radtour. Essen gut, Einrichtung gut, alles gut.
Foto: Martin Hildebrandt

Diese Strecke ist etwas für Genießer, weniger für Kilometerfresser. 31 Kilometer, das schaffen selbst Freizeitradler in drei Stunden. Aber mit den vielen kleinen Orten, die es auf dem Weg zu entdecken gibt, sind fünf Stunden realistischer. In einem dieser beschaulichen Orte, die wir durchqueren, Annenwalde, arbeiteten vor rund 250 Jahren Glasmacher. Heute leben dort mehrere Künstler, die dem Dorf ein besonderes Flair geben. Zudem wartet mit dem Gasthof „Kleine Schorfheide“ ein sehr gemütliches Restaurant auf Besucher. Weitere Besonderheiten: die Allee des Jahres 2012 mit seinen über hundertjährigen Linden und die Dorfkirche nach einem Entwurf von Schinkel. Nach Annenwalde gibt es zudem eine Bademöglichkeit im sauberen Platkowsee sowie eine weitere Kirche, die zu den schönsten Gotteshäusern Brandenburgs zählt. Die Kirche von Alt-Placht  steht mitten im Wald, erinnert an französische Fachwerkbauten und ist von 500 Jahre alten, knorrigen Linden umgeben, die älter als die Kirche selbst sind. Nach einer kleinen Pause geht es weiter auf dem Radweg „Tour Brandenburg“ Richtung Templin mit seiner gut erhaltenen Stadtmauer und den vielen Seen. Martin Hildebrandt

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Auf den Spuren der aristokratischen Jäger

„Der Spreewald gilt als beliebte Radregion in Brandenburg. Das zeigt sich schon bei der Anfahrt auf dem gut ausgebauten Hofjagdweg.“

Das Schloss Lübben ist nur eine von vielen Sehenswürdigkeiten in der hübschen Kreisstadt Lübben, dem Tor zum Spreewald.
Foto: Flickr

Der Hofjagdweg führt durch das ehemalige Jagdrevier der Preußenkönige. Die Tour ist nicht nur gut ausgeschildert, sondern auch weitestgehend asphaltiert. Mit einer Steigung von maximal 150 Metern ist die Strecke auch für nicht so sportliche Radler ein Genuss – vorausgesetzt sie halten die rund 62 Kilometer durch. Bei den vielen Einkehrmöglichkeiten – etwa in der Gaststätte See-Idyll in Krummensee, den Gaststätten Zum Goldenen Stern in Halbe und Zum Köthener See in Märkisch-Buchholz – sollte das klappen. Doch lohnt es sich bis zum Storchendorf Schlepzig durchzuhalten. Das Tor zum Spreewald zeigt sich als freundlicher Ort mit historischer Mühle, gepflegten Gartenlokalen und frisch gestrichenen Häusern. Die Fließlandschaft riecht nach Wald und Wasser, die ersten Gurkenkähne stehen bereit. Kulinarischer Höhepunkt ist der Besuch im Landgasthof Zum grünen Strand der Spree: geschmorte Hirschkeule, Zanderfilet oder Spreewälder Brotzeit mit Gurkenbeilage. Dazu ein kühles Bierchen aus der Privatbrauerei – was will der hungrige und nach isotonischen Getränken lechzende Radler mehr? Die letzten 15 Kilometer bis nach Lübben, immer geradeaus am Inselteich vorbei und durch das Fischfangresort, sind dann nur noch ein Klacks. Kirsten Niemann

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Für die ganze Familie

Zum Erdbeerkönig in Elstal

„Vom S-Bahnhof in Spandau führt ein Radweg an der Spekte bis nach Falkensee. Von dort sind es nur wenige Kilometer bis zu Karl“

Spandau will die Landschaft um den Bach Spekte als Naherholungsgebiet renaturieren. Auf etlichen Kilometern ist das bereits gelungen.
Foto: Christine Volpert

Kinder lieben Karl. Also seine Erdbeerhöfe. Von denen gibt es mittlerweile fünf in Deutschland, einer davon befindet sich in Elstal bei Berlin. Die Freizeitparks im Bauernhof-Ambiente sind lehrreich und für Kinder ein Riesenspaß. Das Konzept des umtriebigen Erdbeerbauerns geht auf: Das Erlebnis-Dorf soll in den nächsten Jahren zu einem Ferien-Resort mit 2.000 Betten ausgebaut werden. Wir starten am S-Bahnhof in Spandau. Der Bezirk hat im letzten Jahr den Spekte-Radweg fertiggestellt. Auf dem Grüngürtel geht es raus nach Falkensee. Der schöne Weg an der Spekte durchquert aber auch einen schrecklichen Ort – das ehemalige KZ-Außenlager in Falkensee, wo rund 2000 Zwangsarbeiter für die Rüstungsindustrie arbeiten mussten. Heute befindet sich an der Stelle eine kleine, sehenswerte Gedenkstätte. Gleich danach beginnt wieder die vorstädtische Idylle mit Gärten, Feldern und Reihenhäusern. Falkensee gehört zu den Boom-Städten Brandenburgs. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich in den letzten zwanzig Jahren. Viele Häuser und zum Glück auch Radwege sind neu. Es radelt sich dort gut. Martin Hildebrandt

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Wegweiser ins Irrlandia

„Im Irrlandia werden Erwachsene wieder zu Kindern. Die Anfahrt dorthin führt an der Spree entlang und nach Bad Saarow.“

Kunterbunt und verspielt geht es im Irrlandia zu. Mit seinen vielen Attraktionen ist der Park ein ideales Ziel für die gesamte Familie.
Foto: LOLLYPOP e.V.

Da strahlen Kinderaugen. Riesenrutsche, Maislabyrinth oder Räuberburg – im Irrlandia kann sich der Nachwuchs austoben. Doch auch schon die Anfahrt macht Spaß, auch wenn sie mit 45 Kilometern als anspruchsvoll bezeichnet werden kann. Aber aufgrund der abwechslungsreichen Landschaft vergeht auch für die Kleinen die Zeit ziemlich schnell. Anfangs müssen wir leider die stark befahrene Straße durch Erkner nehmen, aber später wird es ruhig bis einsam. Die Spree begleitet uns über mehrere Kilometer. Sie ist hier so sauber, dass man unbesorgt hineinspringen könnte. Sie ist allerdings auch ziemlich flach und zugewachsen. Die Strecke führt uns bis zu den teuren Villen im Dorf Saarow am Scharmützelsee. Als Einkehroption bietet sich, noch einige Kilometer weiter, die Alte Schule in Reichenwalde an. Das Essen ist aber nicht günstig und am Nachmittag hat die Schule geschlossen. Günstiger und unprätentiöser ist das Restaurant „Alter Weinberg“ in Storkow. Aber auch das Irrlandia hat gastronomische Angebote und daher fahren wir lieber direkt hin. Das wissen auch die mitradelnden Kinder zu schätzen. Martin Hildebrandt

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Auf Waldwegen ins Thermalbad

„Durch herrliche Laubwälder geht es nach Templin. Das Thermalbad ist zugleich ein prima Familienbad mit Wasserrutsche.“

In der Naturtherme Templin soll sich die ganze Familie wohlfühlen. Daher gibt es einen großen Bereich für Kinder.
Foto: Naturtherme Templin

Herrlich. Dieses Auf und Ab. Fast wie bei einer Achterbahn. Die Anstiege sind so kurz und flach, dass der Schwung von der Abfahrt ausreicht, um wieder hinauf zu kommen. Gut gelaunt rollen wir durch die eiszeitlich geprägte Uckermark. In Joachimsthal begrüßt uns der Grimnitzsee. Ein breiter und weiter See, an dem im Frühjahr und Herbst tausende Zugvögel rasten. Nach einem kleinen Anstieg erreichen wir die uckermärkischen Wälder. Herrliche Buchenwälder, die im Hochsommer immer noch angenehmen Schatten bieten. Wir folgen weiter der Tour Brandenburg bis zum Lübbesee, einem klaren Waldsee, der bis nach Templin reicht. Dort befindet sich eine große Badewiese und das weniger ansehnliche Seehotel, das man aber zum Glück vom See aus nicht sieht. Von dort aus ist es nur noch ein Katzensprung bis zur Naturtherme von Templin, die vor allem bei Familien wegen ihres Wellenbades und den Wasserrutschen beliebt ist. Der Wellnessbereich ist übrigens davon nicht nur optisch, sondern auch akustisch getrennt. Die Kinder dürfen sich im Spaßbereich also einmal richtig austoben. Martin Hildebrandt

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Querfeldein

Von Fürstenberg ins Forsthaus

„Kulinarische Entdecker werden diese Tour lieben. Denn sie führt zum Forsthaus Strelitz, einem sehr ungewöhnlichen Restaurant“

Welch ein Idyll! Das Forsthaus Strelitz lohnt den Abstecher. Die Besucher erwartet ein Refugium des guten Geschmacks. In allen Bereichen.
Foto: Sabine Pankratz

Zugegeben, diese Tour führt bereits aus Brandenburg hinaus. Dafür führt sie aber zu jemandem, dem die Wege nie kurz genug sein können: zum jungen Koch Wenzel Pankratz, dessen brutal lokales Forsthaus Strelitz vielleicht das spannendste Restaurant zwischen Berlin und der Ostsee ist. Pankratz kocht einzig mit Buchenholz. Und fast nur mit Produkten, die er selbst angebaut, im Wald gesammelt oder groß gezogen hat. Er ist Bauer, Metzger, Wirt. Und das von der Familie Pankratz geführte Forsthaus (mit seinen fünf Gästezimmern) das perfekte Hide-away für modernisierungsmüde Großstädter. Wer ohnehin über Nacht bleibt, sollte an einem der beiden Tage noch die wenigen Kilometer bis Neustrelitz draufsatteln. Etwa wegen des charmanten Hafen-ensembles mit der Kaffeerösterei, des Kulturzentrums Alte Kachelofenfabrik (nonchalante Küche) oder dem Residenzschloss. Zurück nach Füstenberg/Havel käme man dann über den gut ausgebauten Fernradweg Berlin-Kopenhagen oder mit der Bahn. Das Brandenburg-Berlin-Ticket gilt auch noch in Neustrelitz. Clemens Niedenthal

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Auf dem Ludwig-Leichhardt-Trail

„Dieser Radweg ist auch für Fußgänger geeignet, denn er verläuft auf dem ehemaligen Schulweg des Entdekers Ludwig Leichhardt.“

Bei Beeskow ist die Spree noch sauber und klar. Ein beliebtes Revier für Kanuten und Sportkapitäne.
Foto: TMB Fotoarchiv Steffen Lehmann

Diese Tour ist einmal ein Schulweg gewesen. Und zwar jener von Friedrich Wilhelm Ludwig Leichhardt, der zum Wochenbeginn die gut 50 Kilometer bis zu seinem Cottbusser Gymnasium zurückzulegen hatte, um zum Wochenende die gleiche Strecke retour zu nehmen. Leichhardt, 1813 eben in Trebatsch geboren, war Entdecker, Zoologe, Botaniker und Geologe. 1848 verliert sich seine Spur im australischen Outback. Dem jungen Leichhardt und genauso seinem späteren Wirken kann man nun auf diesem mit einem schwarzen Känguru auf gelben Grund gekennzeichneten Rad- und Wanderweg folgen. Hinter Trebatsch erreicht die Route bald das schilfbewachsene Ufer des Schwielochsees und folgt diesem bis Goyatz. Hier könnte man nun einkehren – oder man holt sich in der örtlichen Landfleischerei ein paar Steaks und Bratwürste, um kaum fünf Kilometer weiter in der Ludwig-Leichhardt-Hütte am Großen Mochowsee den öffentlichen Grill anzuwerfen. Weiter geht es durch die saftig grünen Ausläufer de Spreewaldes bis nach Cottbus. Wer mit der Bahn an- und abreisen möchte, sollte in Bees-kow starten – das wären 13 landschaftlich reizvolle Extrakilometer entlang der Beeskower Spreewiesen. Clemens Niedenthal

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Potsdams Facetten von oben entdecken

„Mit dem Fahrrad entdeckt man Potsdam fernab von Sanssouci als tolle Mischung aus Stadtleben und Natur.“

Das Schloss Belvedere trägt seinen Namen zu Recht: Der fantastische Ausblick lohnt den Anstieg auf den Pfingstberg.

Am Hauptbahnhof fahren wir los. Wir radeln durch die Innenstadt mit dem markanten Holländischen Viertel. Sehenswürdigkeiten wie die Nikolaikirche und das Nauener Tor liegen auf dem Weg. Letzteres markiert den Ein- oder Ausgang der Altstadt. Von dieser radeln wir weiter in die russische Kolonie Alexandrowka. Faszinierend, wie Preußen mit landestypischer Architektur versucht hat, Flüchtlinge nach Preußen zu locken. Gegen Mittag kehren wir zwischen den weitläufigen Obstgärten in ein russisches Restaurant ein. Anschließend geht es den Kapellenberg hoch zur Alexander-Newski-Gedächtniskirche und von dort den Klausberg hinauf bis zum Aussichtsgebäude Belvedere. Wer sich traut, die schmalen Wendeltreppen hinaufzulaufen, wird mit einer beeindruckenden Aussicht belohnt. Von Belvedere fahren wir ein längeres Stück bis zum Heiligen See. Der Weg führt durch den Neuen Garten, vorbei am Marmorpalais zu einer Badestelle. Dort nutzen wir die Nachmittagssonne für eine Pause in der Natur. Zum Ende der Tour fahren wir an der Havel entlang zurück in die Altstadt und lassen den Abend in einer Bar ausklingen, bis es mit dem Fahrrad zurück zum Hauptbahnhof geht. Selbstverständlich schiebend. Rouven Kühbauch

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Diese Touren stammen aus unserer aktuellen Edition Brandenburg 2017. Weitere Infos finden Sie hier.

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