Agenten-Thriller

Red Sparrow

Die Primaballerina Dominika Egorova ­(Jennifer Lawrence) ist der Star auf ­Moskauer Bühnen, privat kümmert sie sich aufopferungsvoll um ihre kranke Mutter.

Doch durch wegen einer üblen Verletzung muss sie ihre Ballettkarriere beenden. Ihr mysteriöser Onkel Vanya (Matthias Schoenaerts) macht Dominika ein ungewöhnliches ­Jobangebot: Ein „Red Sparrow“ soll aus ihr werden, eine Geheim­agentin, die buchstäblich den ganzen Körper einsetzen soll bei den Missionen für Mütterchen Russland. Nach ­einer überharten Ausbildung soll ­Dominika, zur Allzweckwaffe ­mutiert, herausfinden, wer der hektisch gesuchte Maulwurf beim KGB ist. Sie lernt den CIA-Agenten ­Nathaniel Nash (Joel ­Edgerton), der sie auf seine Seite zu ­ziehen versucht.

Der Ansatz hat durchaus seinen Reiz: eine russische Geheimagentin als Heldin, in ­einem Szenario wie im Kalten Krieg. Zwar verzichtet der an Gewalt nicht arme Film auf endlose Verfolgungsjagden, kann aber in seinen 130 Minuten diesen Freiraum nicht nutzen. Eher bleiern zieht sich die Geschichte. Man spürt: Hier will ein Thriller deutlich mehr sein als nur ein x-beliebiger Agentenfilm. Dazu fehlt es aber – trotz Auftritten von Jeremy Irons, Mary-Louise Parker oder Charlotte Rampling – schlicht an Substanz.

USA 2017, 130 Min., R: Frances Lawrence, D: Jennifer Lawrence, Joel Edgerton, Matthias Schoenarts, Jeremy Irons

Red Sparrow