Filmessay

Rhinland. Fontane

Der aus Österreich stammende, in Berlin lebende Filme­macher Bernhard Sallmann hat es sich zur Aufgabe ­gemacht, den Wanderungen Fontanes mit der Kamera nachzugehen. Nun liegt der zweite Teil seiner Streifzüge vor: „Rhinland. Fontane“ ist die Fortsetzung von „Oderland. Fontane“. Die Kunst seiner Fotografie zeigt sich vor allem darin, dass er nicht einfach perfekte, fast schon gemäldehafte Kompositionen findet, sondern dass er immer wieder Motive entdeckt, die auf mehrere Zeiten gleichzeitig verweisen.

Foto: Krokodil Distribution

Zu Sallmanns Landschaftsaufnahmen ist die Stimme von Judica Albrecht zu vernehmen, die Ausschnitte aus Fontanes Büchern vorträgt. Dass der Film mit dem Bild ­einer Ruine endet, ist nicht programmatisch zu nehmen. Im Gegenteil stehen die Zeichen gut, dass dieser groß­artige Zyklus auf vier Teile anwachsen wird.

D 2017, 67 Min., R: Bernhard Sallmann, Do 12.4., 20 Uhr, Krokodil: Berlin-Premiere mit Bernhard Sallmann

Rhinland. Fontane

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