Berlins aufregendste junge Schauspieler

Roland Wolf

Roland Wolf – Foro: Oliver Betke

Jede Figur, die er spielt, verwandelt er in etwas Besonderes und gibt ihr etwas anrührend Würdevolles.

Roland Wolf ist wandelbar – er verschwindet in seinen Figu­ren und lebt zugleich in ihnen. Wie man ein Kind spielt, lernt er unter der ­Regie von Rüdiger Wandel als Max im Grips-Klassiker„Max und Milli“. „Es geht immer um Leben und Tod“, meint Wolf. „Ob fünf Euro in den Gulli fallen oder ­König Lear Ärger mit seinen Töchtern hat – das muss dieselbe Dringlichkeit ­haben.“

Bereits als Schüler arbeitet Wolf in seiner Heimatstadt Trier immer wieder als Statist bei Oper, Operette und Tanz, seine Schauspielausbildung macht er in Graz. Zwei Jahre verdient er sich die Sporen am Thea­ter in Wilhelmshafen, 2007 kommt er  ans Grips Theater.

Dort begegnet er Lutz Hübner, seinem heutigen Lieblingsdramatiker, der sich Wolf inzwischen als Besetzung wünscht. In seinen Stücken spielt er den versponnenen Sven in „Winner & Loser“, den kleinen Angsthasen in „Held Baltus“  oder den aalglatten Geschäftsmann Patrick Jeskow, der über seine eigene Erfolgsmasche im privaten Leben stolpert („Frau Müller muss weg“). Bei jeder Rolle fragt sich Wolf: „Was ist  die Sehnsucht der Figur im Gegensatz zu ihrem Verhalten?“ Eine Methode, die große und kleine Menschenkinder hervorbringt.  Regine Bruckmann

Alter: 35
Theater: Grips Theater
Paraderolle: Der aalglatte Geschäftsmann Patrick Jeskow in „Frau Müller muss weg“ (Regie: Sönke Wortmann)
Auch bekannt durch: „Schoßgebete“ von Sönke Wortmann (ab 2014 im Kino)
Demnächst zu sehen: in „Leon und Leonie“, 25.+26.9., 10 Uhr, Grips Theater