Drama

Rosemari

Eine junge Frau sucht ihre leiblichen Eltern

ZITTY-Bewertung: 4/6

Während ihrer Hochzeitsfeier findet die Journalistin Unn Tove ein neugeborenes und zurückgelassenes Baby auf der ­Toilette. Sie übergibt es den Behörden, auch wenn sie es am liebsten behalten hätte. 16 Jahre später steht die ­inzwischen zum Teenie gereifte ­Rosemari vor Unn ­Toves Tür, sie ist auf der Suche nach ­ihren biologischen Eltern. Die mittlerweile ­geschiedene Unn Tove hat eine erfolg­reiche Lokalsendung und sieht in der ­Geschichte des ­Mädchens eine große ­Story. Gemeinsam machen sich die ­beiden auf die Suche, auch wenn Rosemaris ­Pflegemutter, bei der sie seit zehn Jahren lebt, gegen die Suche und die TV-Aufzeichnung ist. Es entsteht eine ­starke Bindung zwischen den beiden Frauen, und Unn Tove beginnt ihre Vergangenheit kritisch zu hinterfragen.

Auf der Suche nach der Mutter
Foto: Farbfilm Verleih

Die norwegische Regisseurin Sara Johnsen will den Zuschauer auf eine emotionale Reise über Lügen, Selbstzweifel und Selbstfindung mitnehmen. Obwohl die Hauptcharaktere von Ruby Dagnall und Tuva Novotny überzeugend verkörpert ­werden, können sie nur teilweise eine emotionale Bindung zum Zuschauer aufbauen. Dies liegt vor allem an der nicht immer ausgereiften Geschichte und an teilweise holprigen Dialogen. Kurze Rückblenden beleuchten hingegen prägnant die Vergangenheit der Personen; überzeugen kann der Film zudem mit schönen Bildern und dem minimalistischen Einsatz des Soundtracks.  Alexandre Berger

N/DK/D 2016, 95 Min., R: Sara Johnsen, D: Ruby Dagnall, Tuva Novotny, Helga Guren

https://www.zitty.de/event/drama/rosemari/